25-Jähriger ist Österreichs jüngster Kassen-Zahnarzt

Bild: Sabine Hertel

Eine zahnlose Karriere sieht anders aus: Der Wiener Christoph Karlsböck eröffnet Anfang Jänner seine eigene Praxis. Mit 25 Jahren ist er Österreichs jüngster Zahnmediziner mit Kassenvertrag.

"Manchmal fragen mich meine Patienten dreimal, ob ich auch wirklich der Arzt bin", scherzt Christoph Karlsböck. Seit Juli werkt der 25-Jährige bereits als Vertretungszahnarzt in der Praxis seines Vaters in Wien. Karlsböck, der schon mit fünf Jahren in die Schule kam und nicht zum Bundesheer musste, eröffnet nach einem Studium an der Donau-Universität Krems im Jänner seine eigene Ordination. "Eigentlich wartet man Jahre auf eine Kassenstelle", erzählt der Junior-Doc – und verrät "Heute", mit welchem Kniff er es so rasant geschafft hat. "Ich habe einen familiären Bezug ins Weinviertel, wo die Familie meiner Mutter seit Jahrzehnten die bekannten Wottle-Weinpressen herstellt."

Daher erfuhr der Wiener, dass der Zahnarzt von Poysdorf (NÖ) wegen Insolvenz überhastet aufgehört hat. Karlsböck: "Der war von jetzt auf gleich weg und schaltete nicht einmal mehr den Röntgenapparat ab. Ich habe gehört, dass die Stelle in Poysdorf frei ist und mich beworben." Da Karlsböck der einzige Interessent war, erhielt er den Zuschlag und bereitet sich nun auf die große Aufgabe vor: "Ich habe bereits ein Logo gestaltet, das Wartezimmer umgebaut und mir ein Telefon angeschafft. Ab 9. Jänner bin ich dann in der Praxis und hoffe, dass es läutet." Startet er mit mulmigem Gefühl, bohren wir nach? "Das habe ich nur, wenn ich Familie oder Freunde behandle", so Karlsböck.

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