Für sein Fehlen in der Schule hat Kevin Reiterer eine gute Ausrede: Der Wr. Neustädter ist der neue Stern am Jetski-Himmel und kürte sich selbst gerade zum Vierfach-Weltmeister. Sein nächstes Ziel: Dem besten Fahrer aller Zeiten seine zehn WM-Titel abluchsen. Dafür drücken die Lehrer auch bei 250 Fehlstunden pro Jahr ein Aug zu.
Fast ein wenig schüchtern nippt Kevin Reiterer während des Interviews an seinem Mineralwasser. Ein Weltmeister muss schließlich fit bleiben, Alkohol und Parties darf er nur selten genießen. Das stört mich aber nicht, weil es gibt nichts, was mir so viel Spaß macht, schwärmt er. Ein Spaß, der in dieser Liga aber auch ganz schön zeitraubend ist: Fünf mal die Woche trainiert er im Fitnesscenter oder am Familien-Schotterteich - bei jedem Wind und Wetter. Seine großen Auftritte hat der junge Globetrotter in Amerika, Thailand und ganz Europa. Dorthin begleitet ihn auch Freundin Melanie, die übrigens auch seine Schulkollegin am BG-Zehnergasse ist.
Nächstes Jahr will Kevin maturieren und dann soll es weiter auf die Fachhochschule gehen. Wenngleich sein Traumjob eigentlich Fitnesstrainer ist, aber dann könnte ich mir dieses Hobby nicht mehr leisten.
Astrid Heinz