Spektakulärer Kunstraub

Deal mit Dieben! 2.500 Jahre alter Goldschatz wieder da

Mehr als ein Jahr nach dem Diebstahl aus einem niederländischen Museum ist der antike Goldhelm wieder da. Ein Täter-Deal führte zur Rückgabe.
Newsdesk Heute
02.04.2026, 22:48
Hör dir den Artikel an:
00:00 / 02:45
1X
BotTalk
Loading...
Angemeldet als Hier findest du deine letzten Kommentare
Alle Kommentare
Meine Kommentare
Sortieren nach:

Kommentare neu laden
Nach oben

Der Helm von Cotofenesti und zwei goldene Armreife wurden am Donnerstag unter Polizeischutz im Drents Museum in der niederländischen Stadt Assen präsentiert. Genau dort waren die wertvollen Leihgaben aus Rumänien im Jänner 2025 gestohlen worden.

Die Diebe waren damals mit brachialer Gewalt vorgegangen: Sie sprengten die Tür des Museums auf und zertrümmerten die Vitrinen, in denen während einer Sonderausstellung über das Volk der Daker die antiken Schätze ausgestellt waren.

"Es ist unglaublich. Das ist die beste Nachricht, die wir bekommen konnten", sagte der renommierte Kunstdetektiv Arthur Brand, der nach eigenen Angaben an der Wiederbeschaffung beteiligt war.

Deal mit Angeklagten führte zur Rückgabe

Wegen des Diebstahls stehen drei Männer in den Niederlanden vor Gericht. Die Rückgabe des Helms wurde durch einen mit der Polizei ausgehandelten Deal erreicht, bei dem den Angeklagten mildere Strafen in Aussicht gestellt wurden.

"Wir waren uns ziemlich sicher, dass er nicht eingeschmolzen worden war, weil nur vier Tage zwischen dem Diebstahl und den Festnahmen lagen", erklärte Brand.

Minimaler Schaden am antiken Helm

Laut Museumsdirektor Robert van Langh ist am 2500 Jahre alten Helm aus dem fünften Jahrhundert vor Christus nur ein sehr kleiner Schaden entstanden, der "kaum zu sehen" sei. Er könne vollständig restauriert werden. Die beiden Armreife befänden sich in "perfektem Zustand".

Ein dritter Armreif, der ebenfalls gestohlen wurde, ist allerdings noch nicht aufgetaucht. Die Suche danach werde fortgesetzt, so die Ermittler.

Diplomatische Spannungen zwischen Rumänien und den Niederlanden

Der Diebstahl hatte in Rumänien für große Empörung gesorgt. Der damalige Regierungschef Marcel Ciolacu drohte den Niederlanden mit einer "beispiellosen" Schadenersatzforderung. Die niederländische Regierung legte bereits 5,7 Millionen Euro dafür zurück.

Rumäniens Außenministerin Oana Toiu kündigte nun die Rückführung der Objekte nach Rumänien an, wo sie bald wieder ausgestellt werden sollen.

{title && {title} } red, {title && {title} } 02.04.2026, 22:48
Jetzt E-Paper lesen