27.000 Euro zu viel zurück bekommen: Paar verurteilt

Weil sie ihren unverhofften Geldsegen nicht gemeldet oder zumindest die 27.000 Euro nicht zurückgebracht hatten, wurde ein Pensionistenehepaar am Mittwoch in Linz verurteilt. Eine Postangestellte hatte sich verzählt - und 300 100-Euro-Scheine herausgegeben. Eigentlich hätte das Paar nur 30 bekommen sollen.

 

Im Februar wollte die 56-jährige in einer Filiale der Post sechs 500-Euro-Scheine wechseln lassen. Der Angestellten passierte ein folgenschwerer Fehler. Statt der Frau wieder 3.000 Euro zurückzugeben, händigte sie ihr 30.000 Euro aus. Die Kundin steckte das Geld ein. Weil sie den Fehler weder meldete, noch das Geld zurückbrachte, wurde sie am Mittwoch wegen verurteilt. 

Frau gab Ehemann das Geld - der vergaß, es zurückzugeben

Vor Gericht versicherte die 56-Jährige, die ohne Anwalt auftauchte, ihr sei der Irrtum erst zuhause aufgefallen. Dann habe sie es ihrem 65-jährigen Mann in die Hand gedrückt. Der habe dann offenbar vergessen, es zurückzugeben. 

Was vor Gericht wahrscheinlich kein allzu gutes Bild machte war, dass die Frau erst kurze Zeit zuvor wegen Diebstahls vorbestraft wurde. Laut ooe.orf.at stand die Angeklagte zitternd vor dem Richter und meinte sie habe wirklich nur wechseln wollen und sei mit den Nerven fertig gewesen als ihr der Irrtum der Postangestellten aufgefallen sei. Auch ihr Mann nahm die Frau in Schutz und versicherte, der Schuldige zu sein. 

Bedingte Haft- und 580-Euro Geldstrafe

Trotzdem glaubt der Richter die Schilderung der beiden nicht. Der 65-Jährige wurde zu drei Monaten Haft verurteilt, seine Frau zu fünf. Beide Haftstrafen allerdings nur bedingt. Zusätzlich muss die Frau 480 Euro Strafe zahlen. Das Urteil ist, weil das angeklagte Paar keine Anwalt dabei hatte, nicht rechtskräftig. 

 

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