Für die von der Coronakrise ebenfalls betroffenen Tierheime in Niederösterreich gibt es eine Förder-Vorauszahlung des Landes. Die Soforthilfe betrage 295.500 Euro, teilten Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner (ÖVP) und der für Tierschutz zuständige Landesrat Gottfried Waldhäusl (FPÖ) mit.
Die Betreiber der Tierheime waren laut Landespressedienst teilweise in große finanzielle Bedrängnis geraten. Wegen des Betretungs- und Kontaktverbots durften weder Veranstaltungen in den Häusern abgehalten noch Tiere im üblichen Ablaufmodus übergeben werden.
"Der Tierschutz hat in Niederösterreich einen hohen Stellenwert", betonte Mikl-Leitner. "Deswegen war es für uns selbstverständlich, dass wir den Betreibern rasch und unbürokratisch unter die Arme greifen."
Niederösterreichs Tierheime würden sich zu einem großen Teil durch Spenden aus Veranstaltungen oder Einnahmen aus Tiervergaben finanzieren, erinnerte Waldhäusl. Seit 13. März seien die Häuser allerdings geschlossen gewesen. "Unter diesen Umständen konnten wochenlang (bis 1. Mai) nur wenige Tiere - unter Einhaltung aller Abstands- und Hygieneregeln - vergeben werden."
Ein Ansuchen Waldhäusls an den für Tierschutz zuständigen Minister Rudolf Anschober (Grüne) um außerordentliche finanzielle Unterstützung sei abgelehnt worden, berichtete der Landespressedienst. Laut Andrea Specht, Präsidentin des NÖ Tierschutzverbandes, wurden die Tierheime vom Ministerium "im Stich gelassen".