3.000 Euro Belohnung nach Luchsmord ausgelobt

Bild: Patrick Pleul (dpa-Zentralbild)
Einen grausigen Fund machte die Polizei in der Ysper bei Melk: Eine Luchs-Mutter mit ihrem Jungen lagen in einem mit Steinen beschwerten Plastiksack. Es bestünde der Verdacht, dass die Tiere getötet wurden. Nun wurde eine hohe Belohnung für Hinweise ausgesetzt.
. Es bestünde der Verdacht, dass die Tiere getötet wurden. Nun wurde eine hohe Belohnung für Hinweise ausgesetzt.

Laut Luchsprojekt Österreich Nordwest wurden die Tiere bereits Anfang August in einem kleinen Bootshafen an der Mündung des Flusses in die Donau entdeckt. Die Bezirkshauptmannschaft Melk veranlasste die Übergabe der Kadaver an die Tierkörperverwertung. Für den WWF erscheint der Tod der beiden Luchse mysteriös: "Der Umgang der Behörde mit dem ungewöhnlichen Fund ist nicht nachvollziehbar", kritisiert Christina Reisenbichler, WWF-Luchsexpertin. "Statt einer gründlichen Untersuchung der Umstände wurden die Luchse einfach wie Müll entsorgt."

Nach dem Fund der beiden getöteten Luchse haben der WWF, der Nationalpark Kalkalpen und der Naturschutzbund Österreich gemeinsam eine Belohnung von 3.000 Euro ausgesetzt. Sachdienliche Hinweise, die zur Ergreifung des Täters führen, können an jede örtliche Polizeidienststelle gerichtet werden. "Anrainer oder Urlauber könnten aufschlussreiche Beobachtungen gemacht haben", erklärt Christina Reisenbichler vom WWF. "Umweltverbrechen sind kein Kavaliersdelikt und müssen verfolgt und geahndet werden", betont die WWF-Expertin.
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