3.027 Morde, Kontrolle über halb Syrien

Bild: AP

Vor einem Jahr wurde das grenzüberschreitende "Kalifat" Islamischer Staat (IS) ausgerufen. Die Jihadisten kontrollieren mittlerweile das halbe syrische Staatsgebiet und exekutierten im letzten Jahr über 3.000 Menschen. Experten sagen, dass es den IS noch lange geben wird.

Vor einem Jahr wurde das grenzüberschreitende "Kalifat" ausgerufen. Die Jihadisten kontrollieren mittlerweile das halbe syrische Staatsgebiet und exekutierten im letzten Jahr über 3.000 Menschen. Experten sagen, dass es den IS noch lange geben wird.
Die Ausrufung des "Kalifats" katapultierte die Terrorgruppe Islamischer Staat in Irak und Syrien (ISIS) in das Bewusstsein der ganzen Welt. Die im April 2013 gegründete Gruppe, die ihren Führer Abu Bakr al-Bagdadi als "Kalif Ibrahim" verehrt, postulierte am 29.Juni 2014 ihren "Gottesstaat".

Der IS überzieht mittlerweile das halbe Staatsgebiet Syriens, mit einer Fläche von 90.000 Quadratkilometern mit ihrer Schreckensherrschaft. Die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte hat  über 3.000 Exekutionen  dokumentiert.

Die Strategie des IS ist es, dem Gegner Angst und Schrecken einzujagen und sich selbst als unbesiegbar darzustellen. Die medialen Aktivitäten der Gruppe, von bis zu der Rekrutierung von neuen Mitgliedern, schockieren die Weltöffentlichkeit.

Schreckensherrschaft und Bürokratie

Im kontrollierten Gebiet herrscht der IS mit brutalster Gewalt, Andersgläubige werden öffentlich hingerichtet, der Rest der Bevölkerung in Angst gehalten. Andererseits biedern sie sich mit dem Bau von Schulen und Gesundheitseinrichtungen an.

Ein weiteres Ziel ist es, möglichst viele staatliche Strukturen aufzubauen und zu kontrollieren. Sie treiben Steuern ein und die Menschen müssen nach strengen religiösen Gesetzen leben. Gerichte im Gebiet des IS wenden die radikalste Lesart der Scharia, des islamischen Rechts, an.

Trotz Gegenschlag stark

Trotz einnehmen.

Der Kampf gegen den IS wird noch lange dauert, meint Hassan Hassan vom Londoner Thinktank Chatham House laut "orf.at": "Ich gehe davon aus, dass er mindestens noch ein Jahrzehnt besteht". Auch Patrick Johnston vom US-Thinktank RAND Corporation hält das für möglich. Er sieht den IS als die "reichste Terroristengruppe der Welt" und somit auch fähig, ihre Operationen auf längere Zeit aufrecht zu erhalten.

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