3,90 Euro-Zechpreller stirbt auf der Flucht

Bild: Google Maps
Ein 62 Jahre alter Mann verstarb gestern in Floridsdorf, nachdem er die Zeche geprellt und auf seiner Flucht von Passanten zu Boden gebracht wurde. Der Mann hatte ein Bier um 3,90 Euro nicht bezahlen wollen. Die Gerichtsmedizin wird nun durch eine Obduktion die Todesursache feststellen.
Mit dem Zechpreller hat es schon in der Vergangenheit Streitereien gegeben, wie Polizeisprecherin Michaela Rossmann gegenüber "heute.at" erzählt. Am Freitagnachmittag geschah schließlich die Tragödie: Er konsumierte ein Bier, wollte die Rechnung von 3,90 Euro aber nicht bezahlen.

Stattdessen beleidigte er die Kellnerin und verließ das Lokal in Richtung Bahnhofshalle. Ohne zu bezahlen. Die Frau und drei Zeugen verfolgte ihn und stellten ihn zur Rede.

Illegale Waffe

Der 62-Jährige kam aber nicht zur Vernunft, er zückte stattdessen eine Stahlrute und bedrohte die Personen verbal. Einer der Männer entriss ihm die verbotene Waffe und brachte ihn zu Boden.

Am Tatort verstorben

Dort fixierten sie ihn, bis die Polizei eintraf. Die Beamten merkten sofort, dass das Gesicht des mutmaßlichen Täters bereits verfärbt war. Er war nicht ansprechbar, die Polizisten verständigten sofort die Rettung.

Gleichzeitig starteten die Beamten Reanimationsmaßnahmen, die die eintreffenden Einsatzkräfte der Berufsrettung Wien fortsetzten. Doch es half nichts, der Mann verstarb noch vor Ort im Rettungswagen.

Rätsel um Todesursache

Die Zeugen vor Ort haben den Zustand des Mannes nach eigenen Angaben nicht bemerkt. Die Polizei hat die Aufnahmen aus der Überwachungskamera angefordert, eine Obduktion muss die Todesursache des Mannes klären.

Auf Grundlage dessen könnte sogar wegen fahrlässiger Tötung gegen die Beteiligten ermittelt werden.
 
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