3.900 Kinderpornos: Vater filmte sogar Tochter (3)

Schlag gegen einen Kinderpornoring mit Sitz im Bezirk St. Pölten Land: Ein 36-Jähriger hatte 3.900 Pornos, machte sogar vor der eigenen Tochter (3) nicht Halt.
Niederösterreichs Polizei-Vize Franz Popp sprach am Dienstag von einem massiven Schlag gegen die Kinderpornographie, im Internetzeitalter leider nur ein Tropfen auf dem heißen Stein: Das Landeskriminalamt NÖ, Gruppe Sittlichkeit und IT-Experten, konnte jetzt einen 36-Jährigen aus dem Bezirk St. Pölten-Land hochnehmen sowie mehrere weitere Verdächtige ausforschen.

5 Terabyte Pornos

Fünf Terabyte an Datenmaterial haben die Ermittler im Auftrag der Staatsanwaltschaft St. Pölten auszuwerten (wurden bei Hausdurchsuchung sichergestellt). Die Eckdaten des grauslichen Falles: 3.900 Porno-Dateien, von 2010 bis 2018 soll der Verdächtige mit mindestens 20 Empfängern Pornos per Chat ausgetauscht haben, sechs Kinder bzw. Jugendliche wurden via Chat aufgefordert, sexuelle Handlungen an sich selbst vorzunehmen, zu filmen und die Dateien dann zu schicken.

Sogar Nacktfotos von seiner dreijährigen Tochter soll der 36-jährige Familienvater (Anm.: österreichischer Staatsbürger ohne Migrationshintergrund) angefertigt haben. Und er soll die Kleine anderen Männern via Video-Chat präsentiert haben. Insgesamt forschte die Polizei acht Verdächtige (3 in Österreich, 5 aus Deutschland, Zypern, Ukraine) aus. Die Polizei war nach einem Hinweis des Landeskriminalamtes Steiermark dem Verdächtigenkreis auf die Spur gekommen.

CommentCreated with Sketch. Jetzt kommentieren Arrow-RightCreated with Sketch. In U-Haft sitzt übrigens keiner der Verdächtigen. "Es gibt zu wenig Haftgründe", so Staatsanwalt Karl Wurzer.

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