Dreifach-Mörder stapft für Geständnis 200 km durch Wildnis

Eine Woche lang wanderte der Killer bis zur nächsten Polizeistation durch Sibirien. Symbolbild
Eine Woche lang wanderte der Killer bis zur nächsten Polizeistation durch Sibirien. SymbolbildGetty Images/iStock/Petr Ryabchun
Im fernen Osten Russlands ist ein Dreifach-Mörder eine Woche lang ins nächste Dorf gewandert, um bei der dortigen Polizei ein Geständnis abzulegen.

Der skurrile Fall hat sich in der Region Chabarowsk im äußersten Osten Sibiriens zugetragen. Wie die Ermittler der Untersuchungskommission Sledcom am Dienstag mitteilten, war ein junger Rentierhirte plötzlich auf der dortigen Polizeistation aufgetaucht und erzählte den Beamten, dass er drei Menschen ermordet habe.

Anfang August habe er bei einem heftigen Streit unter Alkoholeinfluss erst einen Mann und dann zwei Frauen erschossen. Erst als er die blutverschmierten Leichen seiner Kollegen auf dem Boden liegen gesehen habe, sei er wieder zu Sinnen gekommen. Reuig machte er sich auf den (langen) Weg zur Polizei.

Die vier Rentier-Züchter hatten ihre Zelte am Rande eines Sees tief in der sibirischen Taiga aufgeschlagen. Symbolbild
Die vier Rentier-Züchter hatten ihre Zelte am Rande eines Sees tief in der sibirischen Taiga aufgeschlagen. SymbolbildGetty Images/iStock/Grigorii_Pisotckii

200 km zu Fuß durch die Taiga

Weil weder Bus noch Bahn die Rentier-Farm mit der Zivilisation verbinden, stapfte er zu Fuß los. 200 Kilometer soll der 23-Jährige laut einem Bericht des Portals "KP" daraufhin quer durch die wilde Taiga zurückgelegt haben, ehe er im Küstenörtchen Ochotsk sein Geständnis ablegte.

Die Ermittler hatten es daraufhin leichter, sie flogen mit einem Hubschrauber zum Tatort. Dort bestätigten drei Leichen die grausige Geschichte des jungen Russen. Er wurde inzwischen in U-Haft genommen.

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