3 Jahre Haft für Wiener, der am Weg zum IS war

Bild: Niko Naderer

Ein junger Wiener wurde am Landegericht zu drei Jahren Haft verurteilt (nicht rechtskräftig), weil er sich in Syrien der Terrororganisation IS anschließen wollte. Er wurde erst an der türkisch-syrischen Grenze erwischt.

Der 23-Jährige, der ursprünglich aus Pakistan stammt, bestreitet die Vorwürfe: Ein Freund, ein gebürtiger Afghane, war bereits Monate vorher in das Kriegsgebiet gereist. Dieser habe ihm Fotos von Sonnenuntergängen geschickt und vorgeschwärmt, wie schön und ruhig es in Syrien sei.

"Ich wollte dort Menschen in Not helfen. Humanitäre Hilfe leisten, ihnen Sachen geben, Essen, Kleidung", sagte er vor Gericht. Doch ein anderer Bekannter belastete ihn und bestätigte, dass der Angeklagte radikale Äußerungen in sozialen Medien verbreitet und selber angekündigt hatte, er werde in Syrien kämpfen.

Laut Staatsanwaltschaft wollte er sich in Syrien der radikalislamistischen Gruppe Jabhat Fatah al-Sham anschließen, die früher als Nusra-Front bekannt war und mit dem IS kämpft. Im Juli 2016 war er von der türkischen Polizei in der an der syrischen Grenze gelegenen Stadt Antakya aufgegriffen und nach Österreich abgeschoben worden.

 

 

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