3 Österreicher in Italien zu Haftstrafen verurteilt

In der Affäre um illegalen Derivate-Handel der italienischen Leasingbank Italease, die im Jahr 2008 ausgebrochen war, sind am Montag in Mailand drei Österreicher zu einer bedingte Haftstrafe von bis zu 21 Monaten wegen Geldwäsche verurteilt worden. Der Unternehmer Manfred H.. Ex-Generaldirektor von zwei österreichischen Gesellschaften, und zwei weitere Österreicher, S. K. und A.V., einigten sich mit dem Gericht auf einen Vergleich.


Auf Konten der österreichischen Gesellschaften waren die Gelder gelandet, die aus den illegalen Derivatengeschäften hervorgegangen waren, verlautete es aus Justizkreisen. Die Mailänder Justizbehörden einigten sich auch mit einem römischen Steuerberater, der im Zuge der Ermittlungen festgenommen worden war, auf einen Vergleich. Dieser wird beschuldigt, die zwei Gesellschaften gegründet zu haben, über die die Ex-Manager von Italease Schwarzgeld nach Österreich gebracht haben sollen.

Kunden um viel Geld gebracht

14 Mio. Euro, die Gewinne aus den illegalen Operationen der Bank sind, flossen zwischen Juli 2004 und Jänner 2007 auf österreichische Bankkonten, behaupteten die Ermittler. Manfred H. hatte 2008 zwei Wochen in Untersuchungshaft verbracht. Er wurde unter dem Vorwurf der Geldwäsche verhaftet und war bereits wegen verdächtiger Transaktionen bekannt.

Im Rahmen der Mailänder Untersuchung waren der ehemalige Geschäftsführer von Italease, Massimo Faenza, und weitere vier Ex-Manager des Geldhauses verhaftet worden. Die auf Leasing spezialisierte Bank hatte ihren Kunden aggressiv Derivate verkauft.
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