3. Piste: "Auflagen nur Tropfen auf heißen Stein"

Die umstrittene dritte Piste am Wiener Flughafen soll gebaut werden. Für Umweltschützer sind die Auflagen nicht genug.

Um die dritte Piste bauen zu dürfen, muss der Flughafen die CO2-Emmissionen deutlich reduzieren, auch die Anrainer sollen noch stärker vor Lärm geschützt werden.

Für diese Entscheidung des Bundesverwaltungsgerichtshofs (BVwG) hagelt es Kritik, aber auch Lob. Hier mehr dazu.

Adam Pawloff, Klima- und Energiesprecher der Umweltorganisation "Greenpeace" bezeichnet die Auflagen des BVwG im "Ö1 Morgenjournal" als "Tropfen auf den heißen Stein". Er plädiert stattdessen für den Ausbau und die Förderung des Bahnverkehrs.

Die Auflagen reichen ihm nicht, auch wenn jede Reduktion von CO2 zu begrüßen sei. "Im Gesamtkontext des Flugverkehrs und im Betrieb rund um den Flughafen Wien" würden die Vorgaben allerdings wenig ausrichten, meint er.

Besser weniger fliegen

Aus Sicht des Klimaschutzes wäre es grundsätzlich vonnöten, den Flugverkehr zu reduzieren und stattdessen mit öffentlichen Verkehrsmitteln unterwegs zu sein, so Pawloff. Man soll den Bahnverkehr attraktiver machen: Mehr Züge, ein besseres Angebot wäre notwendig.

Flugtickets seien von der Mehrwertsteuer befreit, Zugtickets nicht. Da könnte die Regierung ansetzen, um mehr Leute "auf Schienen" zu bringen.

(red)

CommentCreated with Sketch. Jetzt kommentieren Arrow-RightCreated with Sketch.
Nav-Account red Time| Akt:
SchwechatGood NewsWiener WohnenFlughafenGreenpeace

ThemaCreated with Sketch.Weiterlesen