Szene

30 Jahre "Hosen" und kein bisschen leiser

Heute Redaktion
14.09.2021, 16:08

1982 fand das allererste Konzert von den Kult-Punkern "Die Toten Hosen" statt. Auch 30 Jahre später haben sie nur wenig von ihrer Energie eingebüßt und heizten am Samstag in der fast ausverkauften Wiener Stadthalle ordentlich ein. Es wurde sogar ein wenig besinnlich.

1982 fand das allererste Konzert von den Kult-Punkern "Die Toten Hosen" statt. Auch 30 Jahre später haben sie nur wenig von ihrer Energie eingebüßt und heizten am Samstag in der fast ausverkauften Wiener Stadthalle ordentlich ein. Es wurde sogar ein wenig besinnlich.

In drei Jahrzehnten erlebt man viel, vor allem als Punkrocker. Immer wieder lieferte Frontmann Campino während der Show Anekdoten über ihre Wien-Auftritte. Von den Anfängen im "Chelsea" bis hin zu einem Treffen mit Falco, in dessen Garderobe die "Hosen" sogar einbrachen, um seinen Champagner zu stiebitzen. Abgerundet wurde die Erzählung mit einem Cover von "Rock me Amadeus".

Seither hat sich viel geändert. Aus den Punkern wurde Mainstream, aus Straßenmusikern Marketingprofis, wie die unzähligen Weihnachtsmannhauben mit "Hosen"-Logo im Publikum zeigten. Dass sie trotz der vielen Auftritte in Wien noch die Stadthalle füllen, liegt ebenso am Wandel, den die Düsseldorfer in den Jahren vollzogen haben.

Von alt bis neu

Und sie bedienen auch jeden Einzelnen im Publikum. Sei es der in seinen 50ern stehende Fan, für den ganz tief im Liederrepertoire gekramt wurde. Oder den Vater, der seinen Sohn zu seinem ersten "Hosen"-Konzert auf den Schultern trug. Oder den jungen Fans, für die die teils jahrzehntealten Botschaften heute noch ihre Gültigkeit haben.

Es wurden alle Klassiker gespielt. Bei "Steh auf, wenn du am Boden bist" schaffte Campino es sogar, die Stehenden zum Sitzen zu bewegen und durch die Menge zu spazieren. Auch ein Cover des Ärzte-Hits "Schrei nach Liebe" durfte nicht fehlen. Und weils so weihnachtet gab es obendrein noch die punkige Version von "Still, still, still", abgerundet durch Konfettiregen beim aktuellen Kracher "Tage wie dieser".

Nach etwa zwei Stunden und drei Zugaben war es dann leider vorbei. Aber es wird wohl nicht das letzte Konzert in Wien gewesen sein...

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