Ärger und Unverständnis bei einem Bankangestellten aus Sankt Pölten: Der Landeshauptstädter hatte am letzten Montag des Monats Mai (30. Mai) seinen Sohn (16) mit dem Auto zur Schule gebracht. Denn der HAK-Schüler fuhr an diesem Tag auf Schulsportwoche.
Um 8.20 Uhr hielt der 47-Jährige vor dem Schulgebäude, um den schweren Koffer seines Sohnes auszuladen. "Es herrschte natürlich ein gewisses Chaos vor der Schule, da viele Eltern ihre Kinder mit Gepäck zur HAK gebracht haben. Daher war auch kein einziger Parkplatz frei", erklärt der Angestellte.
Der Vater hielt schließlich in der Bushaltestelle, ließ den Motor laufen, sprang aus dem Wagen, holte den Koffer raus und fuhr sofort wieder weg. Dabei dürfte der Autofahrer jedoch von der Polizei beobachtet worden sein. Denn jetzt flatterte unerfreuliche Post ins Haus des Familienvaters: Eine Anonymverfügung über 30 Euro.
"In welcher Welt leben wir? Ich habe den Verkehr nicht behindert, darauf habe ich extra geachtet. Ich habe keinen Bus blockiert, war binnen einer Minute wieder weg. Und da müssen sich ein paar Beamte wichtig machen und einen anständigen Familienvater abstrafen? Dafür wird unser Steuergeld verschwendet, es ist nicht zu glauben", so der St. Pöltner verärgert.