30 Wohnungs-Interessenten: Alle mussten zahlen

Bild: Sabine H.
Wortreicher Auftritt einer Managerin (47) am Dienstag vor Gericht.
Die Wienerin wollte beruflich ins Ausland gehen. Trotz fehlender Zusage suchte sie übers Internet bereits Mieter für ihre Wohnung in Neubau. Zwischen März 2013 und April 2014 schloss sie Leihverträge mit 30 Interessenten, die jeweils bis zu 4.000 Euro Anzahlung leisteten, ab.

Kurz vor Ablauf löste die Managerin die Verträge. In 17 Fällen zahlte sie die Anzahlung zurück. Laut Staatsanwaltschaft mit dem Geld neuer Interessenten. Der Rest soll für den aufwendigen Lebenswandel verwendet worden sein.

"Warum haben Sie die Verträge immer aufgelöst", fragte Richter Philipp Schnabel. "Ich hab die Leute überprüfen lassen, sie machten falsche Angaben", erklärte die Angeklagte. "Alle?" fragte der Richter. Antwort: "Ja, shocking!"

Als die Wienerin in U-Haft musste, lagen 45.300 Euro von den noch offenen Verträgen in ihrer Wohnung. "Meine Schwester sollte die restlichen Partner auszahlen. Wo das Geld jetzt ist, weiß ich nicht", so die Angeklagte.

Freitag geht der Betrugsprozess weiter.
Nav-AccountCreated with Sketch. heute.at TimeCreated with Sketch.| Akt:

ThemaCreated with Sketch.Weiterlesen