Bereits am Mittwoch startete ein 71-jähriger deutscher Staatsbürger in einer 9-köpfigen Bergwandergruppe aus Deutschland in Neustift im Stubaital und wanderte durch das Pinnistal zur Innsbrucker-Hütte. Nach der dortigen Nächtigung setzte die Gruppe am Donnerstagmorgen die Wanderung entlang des Stubaier Höhenweges in Richtung Bremer-Hütte fort.
Beim Abstieg von einer Scharte im Bereich der Pramarnspitze kam der Mann laut Angaben eines Zeugen gegen 11.05 Uhr rücklings vom Weg ab und stürzte in weiterer Folge ca. 300 Höhenmeter über steiles, felsdurchsetztes Gelände ab. Dabei zog sich der 71-Jährige tödliche Verletzungen zu.
Am Donnerstag unternahm ein 50-jähriger Österreicher mit seiner 19-jährigen Tochter im Gemeindegebiet von Matrei i. O. von der „Alten Pragerhütte“ ausgehend über den sogenannten „Prager-Hüttenweg“ eine Wanderung Tal einwärts in Richtung Innergschlöss. Als die Wanderer wieder zum Ausgangspunkt zurückwanderten bemerkten sie gegen 17.15 Uhr, dass der „Gschlössbachsteg“ nach einem starken Gewitter offensichtlich durch den starken Wassergang weggerissen worden war. Als auch eine versuchte Bachquerung durch das Fließwasser aufgrund der starken Strömung nicht möglich war, setzte der Mann einen Notruf ab.
Nachdem es auch den alarmierten Einsatzkräften der Bergrettung Matrei i. O. aufgrund des fehlenden Steges und der nach wie vor starken Strömung nicht möglich war den Wanderern zu helfen, wurde zusätzlich der Notarzthubschrauber alarmiert.
Schließlich konnten die beiden Wanderer nach Wetterbesserung um 18.15 Uhr von der Besatzung des Notarzthubschraubers geborgen werden. Verletzt wurde niemand.