Flaschen flogen, Müllcontainer wurden durch die Gegend geschleudert. Im Grazer Univiertel gingen am Wochenende Lokalbesuchern die Nerven durch. 300 Nachtschwärmer protestierten teils gewaltsam gegen die erstmals kontrollierte Sperrstunde.
Als es in vielen Lokalen der steirischen Landeshauptstadt um 2 Uhr früh hieß: "Bitte alle raus", brannten vielen die Sicherungen durch, . Betrunkene und Feierwütige stürmten die Straßen und setzten dort ihre "Party" fort. Rund 300 Menschen demonstrierten so gegen die Sperrstunde, warfen Müllcontainer durch die Straßen und Flaschen auf die verständigten Polizisten.
Die neue Sperrstunde ist eine Folge der Anrainerbeschwerden über die Lärmbelästigung im Univiertel. Leise ging es aber auch beim Protest nicht zu: Viele schrien und beschimpften Bürgermeister Siegfried Nagl (ÖVP). Festnahmen oder Verletzte soll es nach Auskunft der Einsatzkräfte dennoch keine gegeben haben. Die Polizei will am kommenden Wochenende aber verstärkt Präsenz zeigen.