31 Anzeigen gegen einen Wiener Verkehrsrowdy

Bereits am Montag um 23 Uhr hielten Beamte der Polizeiinspektion Westbahnhof einen 24-jährigen Mann zu einer Lenker- und Fahrzeugkontrolle an, die zu eskalieren drohte. Der Autofahrer wurde mehrmals angezeigt, durfte aber weiterfahren. Aus der Belehrung dürfte der Rowdy wenig gelernt haben, dann am Mittwochnachmittag wurde er erneut angehalten - und die Anzeigenliste auf 31 Punkte verlängert.

Bei der ersten Kontrolle wurde der Lenker gestoppt, da er eine Ampel bei Gelblicht übersetzte. Der Lenker zeigte sich völlig unkooperativ, aggressiv, verweigerte jegliche Zusammenarbeit, beschimpfte massiv die Beamten und filmte und veröffentlichte die gesamte Amtshandlung. Da die Anhaltung direkt vor einer Rettungsausfahrt durchgeführt wurde, verhielten sich die Beamten deeskalierend, notierten sich die begangenen Übertretungen, zeigten den 24-Jährigen mehrfach an und ließen ihn weiterfahren.

Lenker musste zu Fuß weitergehen

Am Mittwoch um 17.30 Uhr wurden Polizisten erneut auf den Lenker aufmerksam, da er im Bereich des Sechshauser Gürtels abermals mehrere Verwaltungsübertretungen beging. Der 24-Jährige wurde angehalten und einer Lenker- und Fahrzeugkontrolle unterzogen. Er zeigte sich wieder uneinsichtig und unkooperativ. Erst nachdem die Polizisten dem Mann mehrfach die rechtliche Lage erklärten, wirkte er an der Amtshandlung mit.

Ein durchgeführter Alko-Vortest verlief negativ. Im Zuge der Personskontrolle konnte festgestellt werden, dass der Beschuldigte wegen offener Verkehrsstrafen von mehreren hundert Euro bereits gesucht wurde. Da es sich bei dem hochpreisigen Fahrzeug nicht um sein eigenes handelte und der 24-Jährige auch keinen Zulassungsschein vorweisen konnte, wurde ihm die Weiterfahrt untersagt, der Pkw vorläufig sichergestellt und abgeschleppt. Eine Durchsuchung des Fahrzeuges verlief negativ. Der Lenker und sein Beifahrer mussten ihren Weg zu Fuß fortsetzen.

Auf Anzeigen folgen weitere Anzeigen

Gegen den Zulassungsbesitzer und gegen den 24-jährigen Lenker wurden insgesamt 31 Anzeigen gelegt: 20 nach dem Kraftfahrgesetz, vier nach dem Wiener Landessicherheitsgesetz, drei nach der Straßenverkehrsordnung, zwei nach dem Führerscheingesetz und je eine Anzeige nach dem Sicherheitspolizeigesetz, der Wiener Reinhalteverordnung und dem Gesetz zum Schutz der persönlichen Ehre und zur Regelung der Ehrenkränkung. Wegen seiner Videoveröffentlichung werden außerdem strafrechtliche Schritte geprüft.

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