Am Christtag kam es in einer Marktgemeinde im Bezirk Melk zu dramatischen Szenen nach einem Alkoholexzess. Ein 31-Jähriger schlug die Eingangstür beim Haus seiner Eltern ein, ging mit über 2 Promille auf seine 67-jährige Mutter los.
In der gemeinsamen Wohnung stieß er sie laut Polizeibericht gegen die Wand, würgte sie, schlug sie mehrmals gegen den Kopf, bedrohte sie wiederholt mit dem Umbringen und zertrümmerte Möbel. Schlimmeres wurde durch das beherzte Eingreifen des 65-jährigen Vaters verhindert.
Hier erhalten Gewaltbetroffene Hilfe
Bist du oder jemand aus deinem Umfeld von Gewalt betroffen? Dann lass dich beraten und hol dir Hilfe.
- Frauen-Helpline: 0800/222 555
- Rat auf Draht - Hilfe für Kinder & Jugendliche: 147
- Männerberatung Wien: 01/603 28 28
Im Fall von akuter Gewalt unbedingt die Polizei alarmieren: Tel. 133
Weil der Vater dazwischen ging, konnte die Mutter flüchten und per Notruf die Polizei verständigen. Beim Einschreiten der Beamten kam der Rasende dann rasch runter und verhielt sich in der Folge sogar kooperativ. Weinerlich erzählte er den Polizisten dann seine Lebensgeschichte.
Seine Mutter habe ihn vom Kindergartenalter bis er etwa 15 war alle zwei bis drei Tage oft wegen Nichtigkeiten geschlagen, als Trottel beschimpft und gedemütigt. Weil nach wie vor die Gefahr bestand, dass er seine Mutter umbringen könnte, wurde der Mann festgenommen und in die Justizanstalt St. Pölten eingeliefert.
Aufgrund des Gefährdungsprognose, die laut Polizei weitere Tätlichkeiten befürchten lässt, wurde ein Betretungs- und Annäherungsverbot ausgesprochen. Das Opfer erlitt bei der Attacke mehrere Blutergüsse am Hals und im Gesicht. Für den 31-Jährigen gilt die Unschuldsvermutung.