In einer Presseaussendung freut sich die LPD Wien am Mittwoch über einen mutmaßlichen Schlepperaufgriff in der Bundeshauptstadt. "Aufgrund hervorragender Ermittlungsarbeit konnten zwei mutmaßliche Schlepper im Alter von 22 und 25 Jahren in einer Wohnung in Wien angetroffen und wegen des Verdachts der Schlepperei vorläufig festgenommen werden", heißt es darin.
Am Aufenthaltsort der beiden Festgenommenen befanden sich laut Polizeiangaben weiters 31 geschleppte Personen – dabei handelte es sich um zwölf Männer, sechs Frauen sowie 13 Kinder türkischstämmiger Herkunft. Die geschleppten Personen wurden in ein Polzeianhaltezentrum verbracht und dort fremdenrechtlich behandelt. Das Landeskriminalamt Wien, Ermittlungsbereich Menschenhandel und Schlepperei, übernahm die weiteren Ermittlungen.
"Durch die erfolgreiche und intensive Bekämpfung der Schlepperkriminalität an den Grenzen, im Hinterland und im Ausland sowie durch die gesetzten polizeilichen Maßnahmen ist ein Rückgang der Aufgriffszahlen gegenüber dem Vergleichszeitraum im Jahr 2022 zu vermerken", hält die Polizei in ihrer Mitteilung fest. Die Hauptroute der derzeit in Richtung Zentraleuropa operierenden Schlepperorganisationen verlaufe nach wie vor über Ungarn und Serbien. Wenngleich die Aufgriffszahlen in Österreich stark rückläufig sind, ist der Migrationsdruck auf der Balkanroute weiterhin sehr hoch, heißt es.
"Dies ist der Nährboden, auf dem die Schleppernetzwerke operieren. In jüngster Vergangenheit wurden vermehrt türkische Staatsangehörige (meist Kurden) aufgegriffen. Ein Grund für die verstärkte Ausreise dürfte die unsichere Lebenssituation sein", so die Polizei abschließend.