32,32 Prozent: Macrons Höhenflug geht weiter

Der Siegeszug von Frankreichs Präsident Emmanuel Macron geht weiter.
Der Siegeszug von Frankreichs Präsident Emmanuel Macron geht weiter.Bild: Reuters/Philippe Wojazer
Der neue französische Präsident Emmanuel Macron und seine Bewegung "En Marche" haben einen Triumph gefeiert.
Macron hat die erste Runde der Wahlen der Nationalversammlung souverän gewonnen. Sein sozialliberales Lager kommt auf über 32 Prozent (32,32) und wird damit mit Abstand zur stärksten Kraft. Ein Debakel erlebten die ehemals regierenden Sozialisten, auch das bürgerliche Lager wurde abgestraft. Die Beteiligung sank auf einen neuen Tiefstand. Mehr als 47 Millionen Franzosen waren stimmberechtigt.

Laut dem veröffentlichten offiziellen Ergebnis lagen Macrons Bewegung La République "En Marche" und die Zentrumspartei MoDem deutlich vor dem konservativen Lager: Die Republikaner holten zusammen mit der Zentrumspartei UDI 21,56 Prozent der Stimmen. Die rechtspopulistische Front National kam auf 13,20 Prozent, während die Linkspartei und die Kommunistische Partei insgesamt 13,74 Prozent auf sich vereinten. Die Sozialisten und andere linke Parteien kamen zusammen auf 9,51 Prozent.



CommentCreated with Sketch. Jetzt kommentieren Arrow-RightCreated with Sketch. Erst bei der zweiten Wahlrunde am kommenden Sonntag wird die genaue Sitzverteilung im Parlament bestimmt. Macron kann bei der Stichwahl mit einer deutlichen absoluten Mehrheit rechnen. Sein Bündnis könnte 400 bis 455 der insgesamt 577 Abgeordnetenmandate erobern. Die absolute Mehrheit in der Nationalversammlung liegt bei 289 Mandaten

Das Mehrheitswahlrecht mit zwei Wahlgängen macht es kleinen Parteien in Frankreich schwer, Abgeordnetensitze zu erobern. Gewählt sind nur die Kandidaten, die in ihrem Wahlkreis am Ende vorne liegen. Die Stimmen für die jeweils unterlegenen Kandidaten werden somit bei der Sitzverteilung im Parlament nicht berücksichtigt.

In den meisten der 577 Wahlkreise fällt die Entscheidung erst in Stichwahlen am kommenden Sonntag. Um bereits im ersten Wahlgang gewählt zu werden, braucht ein Kandidat eine absolute Mehrheit in seinem Wahlkreis. (red)

Nav-Account heute.at Time| Akt:
FrankreichWeltWahlen

ThemaCreated with Sketch.Weiterlesen