32 Tote bei IS-Terroranschlag in türkischer Grenzstadt

Bild: Reuters
In der türkischen Grenzstadt Suruc ist am Montag im Garten eines Kulturzentrums eine Bombe explodiert. Mindestens 32 Menschen wurden getötet, rund hundert verletzt. Augenzeugen sprechen von einem Selbstmordanschlag, die Türkei macht die Terrorgruppe Islamischer Staat (IS) verantwortlich.
In der türkischen Grenzstadt Suruc ist am Montag im Garten eines Kulturzentrums eine Bombe explodiert. Mindestens 32 Menschen wurden getötet, rund hundert verletzt. Augenzeugen sprechen von einem Selbstmordanschlag, die Türkei macht die Terrorgruppe (IS) verantwortlich.

In der Innenstadt von Suruc, nahe der türkisch-syrischen Grenze, steht ein von der kurdischen Stadtverwaltung betriebenes Kulturzentrum, das für Solidarität steht. Am Montag explodierte inmitten einer Anti-IS-Veranstaltung im Garten eine Bombe, die mindestens 32 Menschen tötete. Die türkische Regierung, die den Anschlag bestätigte, spricht von über 100 Verletzten.

Einen "terroristischen Angriff gegen die Einheit unseres Landes" nennt das türkische Innenministerium den Anschlag. Präsident Recep Tayyip Erdogan spricht von einem "Akt des Terrors" und sagte: "Im Namen meines Volks verfluche und verurteile ich die Täter dieser Unmenschlichkeit." Auch der russische Präsident Wladimir Putin und der deutsche Außenminister Frank-Walter Steinmeier verurteilte den Anschlag.

Der türkischer Ministerpräsident Ahmet Davutoglu hat in einer ersten Stellungnahme die radikalislamische Terrorgruppe Islamischer Staat (IS) für den Anschlag verantwortlich gemacht. Es könne zwar noch nicht abschließend bestätigt werden, er spricht jedoch von ersten Anzeichen dafür. Lokale Behörden sprachen von einem Selbstmordanschlag.

Autobombe in Kobane

Auch auf der anderen Seite der Grenze, in der syrischen Stadt Kobane ist am Montag eine Autobombe detoniert und hat dabei zwei Menschen in den Tod gerissen. Die Anschläge könnten Teil einer Ende Juni gestarteten Offensive des IS sein. Die Offensive begann mit drei Selbstmordattentaten, viele Verletzte aus Kobane wurden in Suruc im Krankenhaus versorgt.

In Suruc befindet sich außerdem eines der größten Flüchtlingslager für Syrer, dort leben 35.000 Menschen, die vor den Kämpfen in ihrem Land geflüchtet sind. Auch in dem Kulturzentrum, das angegriffen wurde, wurden syrische Flüchtlinge mit Essen und Unterkunft versorgt.

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