34-Jähriger tötete Beamten aus Rache

Ermittlungen im Messer-Mord am Leiter des Sozialamts von Dornbirn zeigen: Das Opfer (49) und Asylwerber Soner Ö. (34) sind vor Jahren schon einmal aneinandergeraten.

Die Bluttat am Mittwoch hat eine abenteuerliche Vorgeschichte. Denn der mutmaßliche Killer (es gilt die Unschuldsvermutung) ist in Österreich kein unbeschriebenes Blatt: 1985 kam Soner Ö. in

Dornbirn (Vbg.) als Sohn türkischer Eltern zur Welt – und erhielt auch deren Staatsbürgerschaft.

Bereits mit 14 wurde der junge Türke straffällig. Er dealte, beging Einbrüche, Diebstähle, wurde wegen schwerer Körperverletzung verurteilt, saß fünf Jahre in Haft.

2009 wurde Soner Ö. dann mit einem Aufenthaltsverbot belegt und in die Türkei ausgewiesen. Maßgeblich beteiligt daran:

Das Opfer (49), vor seiner Karriere in der Bezirkshauptmannschaft damals Polizist.

Nach Racheakt: Keine Reue

Am 7. Jänner kam Soner Ö. illegal zurück und beantragte Asyl. In seiner Heimat drohe ihm die Todesstrafe, weil er als Kämpfer kurdischer Milizen türkische Soldaten getötet habe.

Bei seinem Bruder in Bludenz wollte er das Asylverfahren abwarten und Mindestsicherung kassieren. Zuständig: Das Opfer, nun Chef des Sozialamts.

Die Unterstützung wurde am Mittwoch abgenickt. Trotzdem rammte Soner Ö. dem Behördenleiter um 14.15 Uhr ein Messer in den Hals. Er zeigt beim Verhör keine Reue. (red)

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