Jacht vor L.A. gesunken – erste Leichen geborgen

Vor der Küste des US-Bundesstaats Kalifornien hat ein Boot mit zahlreichen Passagieren Feuer gefangen. Die Behörden befürchten über 30 Tote, vier Leichen wurden bereits aus dem Wasser gezogen.
Vor der Küste von Santa Cruz geriet ein größers Schiff in Flammen. Laut diversen Medienberichten konnten nur fünf Personen gerettet werden. Es soll sich dabei um die Mitglieder der Crew handeln. Weitere 34 Passagiere waren an Bord. Vier Leichen wurden bereits aus dem Wasser gezogen.



Wieso das Feuer ausgebrochen ist, steht noch nicht fest. Bill Nash vom Ventura County sagt gegenüber "CNN": "Es ist ein großes Boot und wir wissen, dass es zahlreiche Tote gibt. Aber ich habe keine genaue Zahl."

CommentCreated with Sketch. Jetzt kommentieren Arrow-RightCreated with Sketch. Die Suche nach möglichen Überlebenden gehe weiter, erklärte eine Sprecherin der Küstenwache. Man werde das Ufer der Insel absuchen.

Schiff gesunken

Die Hoffnung, dass einige Passagiere an Land schwimmen konnten, ist gering. Zahlreiche Löschboote waren an der Unglücksstelle vor Ort. Das brennende Schiff sei während der Brandbekämpfung rund 20 Meter vor der Küste der Santa Cruz Insel gesunken.



Nach ersten Erkenntnissen trägt das Boot den Namen Conception und wird für Tauchausflüge und kleinere Kreuzfahrten verwendet. Laut "CNN" verließ das Schiff am Samstag seinen Heimathafen in Santa Barbara und hätte am Montag zurückkehren sollen.

Passagiere befanden sich unter Deck

Die fünf Besatzungsmitglieder konnten von Bord gehen, weil sie sich in der Hauptkabine befanden. Es werde befürchtet, dass viele Passagiere von dem Feuer in der Nacht überrascht worden seien. Sie hätten unter Deck geschlafen, wie Aaron Bemis von der Küstenwache im CNN-Interview erklärte. Die Menschen seien vermutlich von den Flammen eingeschlossen worden. Das Feuer sei heftig gewesen und habe sich immer wieder neu entzündet, beschrieb Bemis.

US-Medien veröffentlichten zwei verschiedene Notruf-Mitschnitte. „Mayday! Mayday! Mayday", ruft jemand auf dem einen. Ein Mitarbeiter der Küstenwache fragt nach der Position der „Conception". „Ich kann nicht atmen", lautet die Antwort. Der Rest ist nicht zu verstehen.

Mittlerweile gelang der Notruf der Crew an die Öffentlichkeit. Darauf fragt der Beamte der Küstenwache: "Können Sie wieder an Bord gehen und das Boot aufsperren? Gibt es eine Fluchtluke für irgendjemanden an Bord?" Die Antworten des Crewmitglieds sind in der Aufnahme nicht zu hören. Ein Verschulden der Crew kann jedoch fürs erste ausgeschlossen werden. Eine Sprecherin der Küstenwache sagte: "Das Schiff hat die Vorschriften vollständig eingehalten." (red/20 Minuten)

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