"Ich bin schon bisher schwer über die Runden gekommen, aber es ist sich alles immer noch gerade so ausgegangen", so Julia (Name geändert) im Gespräch mit "Heute". Seit dem Vorjahr ist die finanzielle Lage der 53-Jährigen angespannt. Die Wienerin arbeitete als Reinigungskraft, bevor gesundheitliche Probleme ins Spiel kamen.
"Ich bin seit mehreren Monaten arbeitslos", erzählt die verzweifelte Wienerin. Sie steht vor einer Meniskus-Operation, ist danach mindestens zwei Monate lang arbeitsunfähig. 600 Euro habe sie im Monat zum Leben, 500 davon gingen für die Miete drauf. Doch nun flatterte eine Rechnung ins Haus, die ihr den Atem raubte: "Ich soll monatlich rund 490 Euro für Energie nachzahlen!" 3.400 Euro Stromnachzahlung stehen im Raum – für Julia unmöglich zu bezahlen. "Dann kann ich meine Miete nicht mehr zahlen", klagt die Favoritnerin. "Das ist für mich nicht stemmbar."
"Heute" hat bei Wien Energie nachgefragt, wie es zu der hohen Summe kommen kann. Der Netzbetreiber habe bei der Anmeldung des Stromes eine Jahresverbrauchsprognose von 7.675 kWh übermittelt, erklärt eine Sprecherin. "Nachdem es noch keinen kompletten Jahresverbrauch gab, hat das System die vom Netzbetreiber übermittelte Prognose für die Berechnung der Teilbeträge herangenommen."
Da die Verbrauchswerte von Julia sowohl für Strom als auch für Gas bislang geringer seien als prognostiziert, könne man die Teilbeträge rückwirkend reduzieren. "Die Dame soll sich im Kundenservice melden, dann können wir das umgehend umsetzen", heißt es. Bleibt nur zu hoffen: Ende gut, alles gut.