Für Dienstagnachmittag wurde eine Mega-Demo mit rund 15.000 Beamten in Wien erwartet, Auslöser hierfür war eine drohende Nullohnrunde für Lehrer, Polizisten und Co. Wenige Stunden vor dem Start der großen Protest-Aktion gab es doch noch eine überraschende Einigung über das Gehaltsplus. Einige Betroffene sehen ihre Anliegen trotzdem vernachlässigt und demonstrierten.
Für 2025 gibt es eine durchschnittliche Erhöhung von 3,5 Prozent mit sozialer Staffelung. Konkret bringt der Abschluss mindestens 82,40 Euro und maximal 437,80 Euro. Für 2026 wurde vereinbart, dass es zu einer Erhöhung um die für Oktober 2024 bis September 2025 festzustellende Inflation plus 0,3 Prozent kommen wird.
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Dieser Abschluss gilt ab 1. Jänner für die rund 230.000 Bediensteten der Bundesverwaltung und Landeslehrer. In weiterer Folge sollen sich auch die Abschlüsse der 324.000 Bediensteten im Landes- und Gemeindedienst daran orientieren.
Vizekanzler Werner Kogler verhandelte im Kreis von Neo-Finanzminister Gunter Mayr den Deal unter schwierigen Rahmenbedingungen aus: "Der öffentliche Dienst muss auch über Gehaltsabschlüsse weiterhin ein attraktiver Arbeitgeber bleiben."
Dass der Beruf als Beamter allein durch eine Lohnerhöhung attraktiv bleibt, sehen viele Betroffene nicht so. "Heute"-Leserin Melanie* (Name von der Redaktion geändert) setzte trotz Absage der Mega-Demo zum Protest an, marschierte wie viele Andere durch den Volksgarten und zum Bundeskanzleramt.
Sie sieht die zähen Lohnverhandlungen nicht als einziges Problem: "Diese Demo ist so wichtig für unsere Berufsgruppe! Da geht es nicht nur um den Lohn, sondern um so viel mehr", so Melanie gegenüber "Heute".