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350 Menschen nach Erdrutsch von Außenwelt abgeschnitten

Die Schweiz erlebte dank des Omega-Hochs einen heißen Spätsommer. Jetzt hält wieder zunehmend graues Regenwetter Einzug – und sorgt für Schäden.
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23.09.2023, 20:53
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Nach dem Erdrutsch im Val Calanca sind rund 350 Menschen von der Außenwelt abgeschnitten – die Straße nach Rossa ist nämlich der einzige Verkehrsweg in das Dorf, das vor vier Jahren 151 Einwohner zählte. Doch auch Anwohnerinnen und Anwohner der Orte Buseno und Calanca sind isoliert, wie "RSI" schreibt.

Der Generalstab der drei Gemeinden sorge aber für die Betreuung von Erkrankten, wie Graziano Zanardi, der Bürgermeister von Rossa, versichert. Die Gemeinde hat Erfahrung damit, auf sich alleine gestellt zu sein: Schon im Dezember 2020 war das Dorf wegen eines Erdrutsches fast eine Woche lang von der Außenwelt abgeschnitten.

Erdmassen rutschten auf Straße

In der Nacht auf Samstag ist es zudem im Val Calanca im Kanton Graubünden zu einem Erdrutsch gekommen, bei dem rund 300 Kubikmeter Geröll ins Tal donnerten. Leserbilder von "Tio" zeigen die Zerstörung auf der Val-Calanca-Straße. Wie der Blick mit Berufung auf Keystone/SDA schreibt, seien die Erdmassen am Freitagabend um etwa 23 Uhr auf die Val-Calanca-Straße gerutscht, nachdem es in der Region zu starken Regenfällen gekommen war.

Laut Sven Fehler vom Tiefbauamt des Kantons rechne man nicht mit weiteren Abbrüchen und habe bereits mit den Aufräumarbeiten beginnen können. Die Sperrung der Straße zwischen Buseno und Rossa wird aber noch längere Zeit andauern: Bilder zeigen nämlich, wie die massiven Felsbrocken große Löcher in die Straße geschlagen und dabei auch den Fahrbelag aufgebrochen haben. Die Behörden rechnen deshalb frühestens am Sonntagabend mit einer Wiederöffnung der Straße.

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