36.000 Euro Parkstrafen: "Heute" erklärt, wies geht

Dieser Fall ist Stadtgespräch! Eine Polizistin bezahlte ihre Strafzettel nicht und muss nun 36.000 Euro abstottern. Die zuständige MA6-Chefin erklärt, wie man auf die Rekordsumme kommt!

Über ein Jahr lang soll eine Beamtin fast täglich einen Strafzettel kassiert haben. "Aus Bequemlichkeit" habe sie nie bezahlt, heißt es in der Urteilsbegründung der Disziplinarkommission. Wie kommt man auf eine derartige Rekordsumme?

MA6-Chefin Irene Albert hält "mehrere hundert Parkometerstrafen" für möglich. "So etwas bildet sich nicht über einen kurzen Zeitraum." Der Teufelskreis beginne mit einem nicht bezahlten Organstrafmandat über 36 Euro. Nach zwei Wochen kommt es zur Anonymverfügung: plus 48 Euro. Macht schon 84 Euro.

Bezahlt man noch immer nicht, folgt die Strafverfügung – es kommen mindestens 60 Euro dazu. Zwischensumme: 144 Euro für ein Ticket. "Mit Mahnspesen und Verzugszinsen kann man mit einem Strafzettel schon auf 300 Euro kommen", erklärt Albert. Abhängig sei das von der Anzahl der Verfahrensschritte.

Mittlerweile zahlte die betroffene Beamtin 7.000 Euro zurück. Der Rest soll nun in Raten abgestottert werden. In Wien ist sie aber nicht einmal Strafzettel-Kaiserin! "Es gab einmal einen Fall mit 48.000 Euro Strafe, das waren 133 Strafzettel."

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