Im Jahr 2025 flogen weltweit rund 5,2 Milliarden Menschen. Dabei gingen laut dem Luftfahrt-IT-Unternehmen SITA bei etwa sieben von 1.000 Passagieren Koffer verloren oder kamen verspätet an. Das klingt wenig - doch hochgerechnet sind das 36 Millionen Gepäckstücke.
Die meisten Koffer gehen beim Umsteigen verloren: 37 Prozent bleiben beim Transfer zurück oder kommen nicht rechtzeitig an. Schuld sind oft Verspätungen oder zu kurze Umstiegszeiten. Wer nur eine Stunde zum Umsteigen hat, schafft es selbst vielleicht - der Koffer aber nicht.
Wie inside digital berichtet, gibt es auch Unterschiede zwischen Flughäfen. Wer seine Reise gut plant und mehr Transferzeit einrechnet, kann das Risiko deutlich senken. Europa schneidet bei den Zahlen besonders schlecht ab: Fast die Hälfte aller problematischen Gepäckstücke entfällt auf europäische Flughäfen.
Gepäck rechtzeitig aufgeben: An großen Flughäfen solltest du deinen Koffer etwa 90 Minuten vor Abflug abgegeben haben. Verbotene Gegenstände vermeiden: Wird dein Gepäck bei der Sicherheitskontrolle aussortiert, schafft es womöglich nicht in den Flieger.
Koffer markieren: Ein Aufkleber oder buntes Band hilft, Verwechslungen am Gepäckband zu vermeiden. So greift kein anderer Reisender versehentlich zu deinem Koffer.
AirTag oder Tracker einlegen: Damit siehst du in Echtzeit, wo sich dein Gepäck befindet. Das kann beim Auffinden enorm helfen.
Wenn dein Koffer nicht am Band auftaucht, geh zur Gepäckermittlung in der Nähe. Gib dort Name und Flugnummer an und zeig das Zettelchen, das beim Einchecken auf deine Bordkarte geklebt wurde. Das ist sozusagen das Nummernschild deines Koffers.
Oft trifft das Gepäck kurze Zeit später ein und wird per Kurier in die Unterkunft gebracht. Vier Prozent der verschollenen Gepäckstücke tauchen allerdings nie mehr auf. Den Airlines entstehen durch verlorene Koffer jährlich Kosten von 6,3 Milliarden Dollar.