Beim AMS wurden laut einer Aussendung vom Montag bislang insgesamt 365 Beschäftigungsbewilligungen für geflüchtete Ukrainer beantragt. Das bedeutet, dass diese entweder bereits einen Job angenommen oder ganz konkret in Aussicht haben.
Aktuell sind 667 vom Krieg vertriebene Ukrainer bei den 22 AMS-Geschäftsstellen in Niederösterreich vorgemerkt. Speziell für diese wurden 250 offene Stellen dem AMS NÖ gemeldet. „Unser Anliegen ist es, den Betroffenen rasch zu helfen und ihnen auf diese Weise Sicherheit und Stabilität zu geben. Wir werden mit rascher und konsequenter Vermittlung alle bei uns vorgemerkten Personen beim Wiedereinstieg ins Erwerbsleben unterstützen“, erklärt AMS NÖ-Chef Sven Hergovich.
Generell sind die aktuellen Zahlen beim AMS erfreulich. Erstmals nach elf Jahren liegt die Zahl der Arbeitslosen in Niederösterreich mit in Summe 37.958 deutlich unter der 40.000-Marke. Ein Ergebnis, das zuletzt im April 2011 gemessen wurde. Gegenüber April des Vorjahres ergibt das ein Minus von 15.842 (oder -29,5 Prozent) bzw. ein Minus von über 9.286 (oder -19,7 Prozent) gegenüber dem Vorkrisenniveau vom April 2019. Rechnet man die Schulungsteilnehmer dazu, sind im Vorjahresvergleich mit 47.010 sogar um 26,7 Prozent (-17.099) weniger Personen beim AMS gemeldet.
„Mit einer 5,5 prozentigen Arbeitslosenquote verzeichnen wir aktuell gegenüber dem Vorjahr einen Rückgang von 2,3 Prozentpunkten“, so Arbeitsmarkt-Landesrat Martin Eichtinger und Hergovich.