38 Hunde verhungert: Tierquälerin muss in Haft

Die Angeklagte auf dem Weg in den Gerichtssaal.
Die Angeklagte auf dem Weg in den Gerichtssaal.Bild: Daniel Scharinger

Die Gnadenhof-Betreiberin (64) ließ laut Anklage 38 Hunde verhungern. Am Mittwoch wurde sie in Ried zu zwölf Monaten Haft (drei unbedingt) verurteilt.

Der einstmals renommierten Tierschützerin Veronika S. aus dem Innviertel wurde Tierquälerei, Veruntreuung und schwerer gewerbsmäßiger Betrug vorgeworfen.

Bei einer bereits im November 2014 durchgeführten Hausdurchsuchung hatte sich den Beamten ein schreckliches Bild geboten. Auf einem Bauernhof in der Nähe von Schärding (OÖ) wurden die Kadaver von 38 toten Hunden gefunden. Teils schon mumifiziert.

Die Hundehalterin soll sie verdursten oder verhungern haben lassen. Um sie zu erziehen, wie es laut Anklage heißt.

Futter und Wasser entzogen

Laut Ermittlungen soll sie über Jahre versucht haben, den Willen der Tiere zu brechen, indem sie ihnen Futter und Wasser entzog.

"Dass sie dadurch verendeten, falls sie nicht gefügig wurden, hat sie in Kauf genommen", so die Pfotenhilfe Lochen (Bez. Braunau).

Sieben Hunde und ein Minischwein konnten damals befreit werden.

Weiters ist auch der Verbleib von 200.000 Euro offen. Die Beschuldigte soll das Geld einer Spenderin aus der Schweiz herausgelockt haben.

Ein von ihrem Anwalt in Auftrag gegebenen psychiatrisches Gutachten bestätigt die volle Zurechnungsfähigkeit der Angeklagten.

Am Abend verurteilte der Richter die Angeklagte zu zwölf Monaten Haft, drei davon unbedingt (nicht rechtskräftig).

(mip)

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