38 Mieter von desolaten Wohnungen übersiedelt

Für 38 Mieter von desolaten Wohnungen wurden neue Unterkünfte gefunden. "Eine beispiellose Aktion im Sinne der Menschen und der Stadt", so Michael Schnedlitz (FP).
Im Mai 2017 hatte Wiener Neustadts Bürgermeister-Stellvertreter und Wohnungsstadtrat Michael Schnedlitz (FP) seinen Plan zur Verbesserung der finanziellen und infrastrukturellen Situation in den Wiener Neustädter Gemeindebauten vorgestellt.

Die zwei Hauptziele waren der Verkauf von acht völlig desolaten Objekten sowie die Verbesserung der Lebensumstände der betroffenen Mieter in einer gemeinsamen Vorgangsweise. Jetzt, knapp ein Jahr später, stehen laut Schnedlitz beide Ziele kurz vor der Realisierung: „Wir standen vor der Situation, dass es bei den Gemeindebauten ein finanzielles und infrastrukturelles Desaster gab. Wir haben aber aus der Not eine Tugend gemacht und können nun voller Stolz sagen, dass unser Plan aufgegangen ist."

Verbesserung der Lebensumstände

Und weiter: "Wir haben im letzten Jahr in einer beispiellosen Aktion im Sinne der Menschen und der Stadt für insgesamt 38 Mieterinnen und Mieter eine massive Verbesserung der Lebensumstände erreicht und gleichzeitig finanzielle Gewinne dadurch gemacht. Jetzt gilt es, auch die letzten Schritte bis zur endgültigen Lösung so engagiert weiter zu gehen."

CommentCreated with Sketch.4 zu den Kommentaren Arrow-RightCreated with Sketch. Parallel zur Ausschreibung des Verkaufs der Objekte wurde der intensive Kontakt mit den betroffenen Mietsparteien gesucht. Es gab in Summe mehr als 30 Termine und Info-Veranstaltungen in den Objekten. Dazu kamen unzählige persönliche, individuelle Gespräche mit den Mietern.

Stadt übernahm Übersiedlungskosten

Den Mietern wurde angeboten, dass die Stadt für ihre Übersiedlung in neu sanierte Gemeindewohnungen sorgt und alle anfallenden Kosten übernimmt. Dieses Angebot nahmen insgesamt 31 Mietsparteien an, weitere sieben haben sich (ebenfalls mit Unterstützung der Stadt) andere Wohnungen gesucht – eine Familie davon erfüllt sich gerade den Traum eines Eigenheims.

Dadurch wurde bei vier der Objekte (Grünangergasse 5+7, Ungargasse 9, Grazer Straße 47 und Schlögelgasse 10) ein kompletter Leerstand erreicht. Dies führte wiederum dazu, dass aus dem Verkauf dieser Objekte ein Mehr-Gewinn für die Stadt (nach Abzug der Übersiedlungskosten für die Mieter) in der Höhe von 605.000 Euro erzielt werden kann. Diese Mehr-Erlöse können wiederum direkt in den Bestand und die notwendigen Sanierungsarbeiten bei den Gemeindebauten investiert werden.

Die Verkaufsgespräche für die Objekte befinden sich in der Zielgerade und werden nun finalisiert und abgeschlossen, erklärt Schnedlitz.

"Wohnqualität hat sich massiv erhöht"

„Unser Plan, gemeinsam mit den Mietern zukunftsträchtige Lösungen zu finden, hat sich voll und ganz bewehrt. Wir haben gemeinsam gezeigt, dass Immobilienverkauf und Mieterschutz kein Widerspruch sein muss. Die Wohnqualität der Menschen hat sich massiv erhöht, obwohl wir ihre Gebäude verkaufen mussten. Das freut mich ganz persönlich sehr. Wenn ich sehe, welche Freude bei den Familien über ihre neuen Wohnungen herrscht oder wie stolz eine bereits 80jährige Frau auf ihr neues Zuhause ist, dann macht das schon sehr stolz und zeigt, dass sich engagierte Arbeit gemeinsam mit den Menschen wirklich auszahlt. Nach dem abgeschlossenen Verkauf der acht Objekte haben wir übrigens keine derart desolaten Häuser mehr in unserem Bestand", so Michael Schnedlitz abschließend.

(red)

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