Ein verheerendes Erdbeben hat die zu Indonesien gehörende Flores-Insel am Samstag erschüttert. Die Behörden bestätigen mindestens 38 Tote und 13 Verletzte, davon zwei schwer. Rund 2000 Menschen brachten sich aus eigener Initiative in Sicherheit.
Das Epizentrum lag etwa 70 Kilometer vor der Nordküste der Insel im Osten Indonesiens. Auf den ersten Erdstoß am frühen Morgen folgten mehrere Nachbeben, darunter eines mit der Stärke 6,1. Die Behörden lösten zunächst Tsunami-Alarm aus, hoben die Warnung später aber wieder auf.
"Plötzlich begann es zu beben, und ich geriet in Panik", berichtete der 31-jährige Lukas Lotar, der in einem Krankenhaus in der Stadt Maumere arbeitet. Auch Patienten seien aus dem Spital geflohen.
"Ich habe noch nie so ein starkes Erdbeben erlebt", schilderte die in Ruteng lebende Yulian Yuita Ekalia. "Es hat sich angefühlt wie auf einem Trampolin, es war sehr beängstigend." Alles in ihrem Haus sei herabgefallen - Fernseher, Pokale, Geschirr.
Die am stärksten betroffene Region ist ländlich geprägt mit wenigen hohen Häusern. Die Rettungskräfte suchten nach Verschütteten in den Trümmern. Das volle Ausmaß der Zerstörung war am Samstag noch nicht absehbar.
Indonesien wird wegen seiner Lage auf dem sogenannten Pazifischen Feuerring häufig von Erdbeben erschüttert. Bei der verheerenden Erdbeben- und Tsunami-Katastrophe 2004 in der Provinz Aceh kamen allein in Indonesien 170.000 Menschen ums Leben.