383.820 Bürger haben österreichweit das Bildungsvolksbegehren unterschrieben. Initiator Hannes Androsch sprach von einem "respektablen Ergebnis", die Grünen sehen ein "klares Signal" für eine Bildungsreform.
383.820 Bürger haben österreichweit das Bildungsvolksbegehren unterschrieben. Initiator Hannes Androsch sprach von einem "respektablen Ergebnis", die Grünen sehen ein "klares Signal" für eine Bildungsreform.
"Ein höchst respektables Ergebnis" hat das Bildungsvolksbegehren aus Sicht seines Initiators, dem Ex-SP-Vizekanzler und Industriellen Hannes Androsch, eingefahren. "Das ist für uns ein Auftrag und eine Legitimation, dieses zentrale Anliegen für die Zukunft des Landes weiterzuverfolgen", sagte er bei seinem Besuch im Büro der Initiative, wo er von einem als "Bildungsneandertaler" verkleideten Schauspieler empfangen wurde. "Die Politik wird nicht daran vorbeikommen."
Österreichweit wurden 383.820 Unterschriften gesammelt. 51.869 davon entfallen auf Unterstützungserklärungen aus dem Einleitungsverfahren. Das "Volksbegehren Bildungsinitiative" landete mit 6,07 Prozent ziemlich genau im Mittelfeld der nunmehr 35 Volksbegehren auf Rang 17.
"Das ist ein klares Signal für eine grundlegende Bildungsreform", sagt der Grüne Bildungssprecher Harald Walser. Grünen-Chefin Eva Glawischnig forderte bereits am Mittwoch eine Behandlung des Volksbegehrens "nach Schweizer Vorbild" mit "voller Transparenz".
Bestes Ergebnis in Wien
Die meisten Stimmen wurden in Wien abgegeben, danach folgen das Burgenland, Vorarlberg, Salzburg, NÖ, Kärnten, OÖ und die Steiermark. Das geringste Interesse erzeugte die Initiative in Tirol.
Josefstadt stärkster Bezirk
In den Wien wurde der stärkste Zuspruch in der Inneren Stadt erreicht, gefolgt von Neubau (siehe Foto). Im Hauptquartier der Initiative zeigte ein Flipchart die Verteilung nach Bezirken.
Im ersten Bezirk unterschrieb fast ein Drittel der insgesamt Wahlberechtigten.