4 Bezirke in Wien erreichen schon den Corona-Alarmwert

Die Corona-Inzidenzen für die Wiener Bezirke
Die Corona-Inzidenzen für die Wiener BezirkeKarl Schöndorfer / picturedesk.com
"Heute" enthüllt die geheimen Corona-Inzidenzen für die Wiener Bezirke. Vier von ihnen erreichen schon den dunkelroten Inzidenzwert jenseits von 300.

Die Corona-Lage in Österreich spitzt sich wieder einmal zu – am Montag trifft die Regierung daher mit dem altbekannten Expertengremium sowie den Landeshauptleuten und Oppositionsparteien zu einem großen "Corona-Gipfel" im Kanzleramt zusammen. Hier sollen die Maßnahmen für die kommenden Wochen abgesteckt werden.

Regierung für regionales Vorgehen

Bereits beim letzten Mal haben sich Kanzler Sebastian Kurz (VP) und Gesundheitsminister Rudolf Anschober (Grüne) mit den Ländern auf ein regional abgestuftes Vorgehen geeinigt. Daher konnte auch Vorarlberg als Pilotregion am 15. März die Gastronomie öffnen. Offen wurde damals auch darüber diskutiert, ob man nicht nur Verschärfungen für Regionen über einer 7-Tages-Inzidenz  von 400 (Ausreisekontrollen) forcieren, sondern auch Lockerungen für Bezirke mit einer Inzidenz unter 200 ins Auge fassen soll.

Salzburg und Wien mit höchster Inzidenz

Dieses Kriterium würden derzeit nur Kärnten (185), Steiermark (189) und Tirol (164) erfüllen. Wien hat derzeit mit 284 die zweithöchste Inzidenz Österreichs (nach Salzburg/291). Doch auch in Wien ist die Corona-Landkarte zweigeteilt. An der Spitze liegen die bevölkerungsreichsten Bezirke, die sich gefährlich nahe dem Alarmwert von 400 nähern.

"Heute" liegen diese geheimen Inzidenzen für Wien vor. Dunkelrot (7-Tages-Inzidenz von 300+) ist die Lage bereits in den Flächenbezirken Floridsdorf und Favoriten, der Brigittenau und in Rudolfsheim-Fünfhaus.

Doch wo Schatten ist, ist auch Licht. So gibt es auch in der Hauptstadt Grätzel, die sich (fiktiv!) für Lockerungen qualifizieren würden. Diese sind am westlichen Stadtrand sowie innerhalb des Gürtels zu finden. Am besten ist die Lage laut den "Heute"-vorliegenden Zahlen derzeit in Döbling, Währing, Josefstadt, Neubau und Mariahilf. 

Droht Wien Abriegelung?

Seit Beginn der Pandemie legt Wien jedoch Wert darauf, nur gesamt, als ein einziger politischer Bezirk betrachtet werden. Hintergrund: Die Mobilität sei viel zu hoch, man würde sich zum Arbeiten oder in der Freizeit oft auch in anderen Grätzeln als den eigenen Heimat aufhalten. Und so hat Wien (Inzidenz 284) noch Luft bis zum Verschärfungsmarker von 400. Droht dann eine Abriegelung wie etwa Wr. Neustadt? Schwer vorstellbar, sagen Experten. Die Hauptstadt hat 130 Ein- und Ausfahrten, darunter Autobahnen. Es würden also nur gemeinsame Maßnahmen mit den angrenzenden Ländern Sinn ergeben.

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