4-Jährige starb bei Unfall: Linksabbiegerin verurteilt

Die Lenkerin des Opels bei Gericht in Krems.
Die Lenkerin des Opels bei Gericht in Krems.Bild: Daniel Schreiner
Knapp zwei Jahre nach einem äußerst tragischen Unfall, bei dem ein Mädchen (4) gestorben war, wurde die Linksabbiegerin verurteilt. Sie dürfte ein Blackout gehabt haben.
Mit einem Schuldspruch endete der Prozess wegen fahrlässiger Tötung gegen eine 44-jährige Lenkerin gestern in Krems. Die Frau war Ende August 2017 auf einer Landstraße im Waldviertel mit ihrem Opel ohne zu blinken und auf den Gegenverkehr zu achten nach links abgebogen.

Ein Seat-Lenker (damals 32 - bei ihm fuhr noch Frau, Teenager und Vierjährige mit), der angeblich zu schnell fuhr, hatte keine Chance, es kam zum wuchtigen Crash, bei dem mehrere Insassen in seinem Auto schwer verletzt wurden. Ein kleines Mädchen (4) wurde so schwer verletzt, dass es kurz nach der Einlieferung ins Spital starb („Heute" berichtete).

Die Gutachter konnten gestern das Unfassbare nur medizinisch und rein unfalltechnisch erklären. Warum die völlig nüchterne 44-Jährige einfach abgebogen ist, weiß sie selbst nicht mehr. Die 4-Jährige im Auto des 32-Jährigen war jedenfalls richtig gesichert im Fahrzeug.

CommentCreated with Sketch. zu den Kommentaren Arrow-RightCreated with Sketch. Das Urteil (nicht rechtskräftig): 9.800 Euro unbedingte Geldstrafe für die Lenkerin. Der Lenker (mittlerweile 34) des anderen Wagens (Anm.: er soll 140 statt 100 gefahren sein) wurde vom Vorwurf der fahrlässigen Körperverletzung freigesprochen. Die 44-Jährige deutete nach dem Urteil an, den Betrag auf einmal bezahlen zu wollen. (Lie)

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