4-Millionen-Pfund-Gewinn wird nicht ausbezahlt

Zwei Männer gewannen 4 Millionen Pfund. Doch weil es Bedenken gegen die Gewinner gibt, wird das Geld nicht ausbezahlt.
Zwei Männer gewannen 4 Millionen Pfund. Doch weil es Bedenken gegen die Gewinner gibt, wird das Geld nicht ausbezahlt.Bild: picturedesk.com/APA
Zwei Männer haben in England dank eines Rubbelloses 4 Millionen Pfund gewonnen. Doch jetzt wird ihnen die Auszahlung verwehrt.
Mark Goodram (36) und Jon-Ross Watson (31) aus Großbritannien hatten diese Woche Grund zum Feiern: Am Ostermontag kauften die zwei Arbeitslosen für 10 Pfund (etwas mehr als 11 Euro) ein Rubbellos und das Glück schien ihnen hold: 4 Millionen Pfund (rund 4,6 Millionen Euro) gewannen die beiden. Nach diesem überraschenden Geldsegen hauten die zwei ordentlich auf den Putz. Vier Tage lang feierten die langjährigen Freunde ihren Gewinn.

Doch nun kommt allmählich die Ernüchterung: Denn die Lottogesellschaft weigert sich, das Geld auszubezahlen, berichtet "The Sun". Bei einer Überprüfung stellte man nämlich fest, dass keiner der beiden ein Bankkonto besitzt. Das Rubbellos wurde allerdings mit einer Bankomatkarte gekauft.

"Ich kann es nicht erwarten, den Gewinn auszugeben."

Auf die Frage, wem denn diese gehört, antworteten Goodram und Watson: Ein Freund namens "John". Einen Nachnamen, eine Nummer oder eine Adresse hatten sie nicht. Sie hätten ihm die 10 Pfund gegeben, damit er in Süd-London das Los für sie kauft. Dann sei er "Richtung Norden" verschwunden. Deshalb wurde man bei der Lottogesellschaft misstrauisch: War die Karte gestohlen?

CommentCreated with Sketch.4 zu den Kommentaren Arrow-RightCreated with Sketch. Bis der Fall aufgeklärt ist, gibt es jedenfalls keinen Cent für Goodram und Watson. Sie beharren jedoch darauf, dass sie das Los ehrlich erstanden haben. Und Pläne haben sie reichlich: "Ich werde die Queen besuchen. Das ist großartig. Ich habe eine kleine Pause verdient. Ich kann es nicht erwarten, den Gewinn auszugeben. Ich werde Luxusanwesen kaufen und mich um mich kümmern", sagt Goodram zur britischen "Sun". Watson hingegen will eine Karibik-Kreuzfahrt machen und dann einen Abstecher nach Las Vegas. "Zuerst brauche ich aber einen Pass", sagt er.

Beide haben keine weiße Weste

Zwar erklärt die Lottogesellschaft, man sei zuversichtlich, dass das Los ehrlich erworben worden ist, trotzdem müsse man abklären, ob die Karte nicht gestohlen sei. Das Misstrauen scheint gerechtfertigt: Watson stand 2017 auf der Liste der meistgesuchten Verbrecher von Bolton, seiner Heimatstadt, weil er wegen eines Einbruchs nicht vor Gericht erschienen war. Goodram wiederum hat schon 22 Schuldsprüche für 45 Vergehen angehäuft, berichtet "The Mirror".

(vro/ mr)

ThemaCreated with Sketch.Weiterlesen

Nav-AccountCreated with Sketch. vro/ mr TimeCreated with Sketch.| Akt:
EnglandNewsGewinnenKriminalitätBetrug