4 Personen von Lawine verschüttet: Alle geborgen

Nach einem Lawinenabgang in Gries im Tiroler Sellrain (Bezirk Innsbruck-Land) wurden insgesamt vier Personen verschüttet. Eine Person wurde von der Crew des Notarzthubschraubers ausgegraben und unter Reanimationsbedingungen in die Uni-Klinik Innsbruck geflogen. Zwei hätten sich selbst befreit und einen Weiteren aus der Lawine ausgegraben.


Eine Identität der Betroffenen war vorerst nicht bekannt. Auch die näheren Umstände zu dem Freizeitunfall waren unklar. Möglicherweise dürften zwei Personen mit einem Lawinenairbag ausgerüstet gewesen sein. Neben dem "C1" waren zwei weitere Helikopter im Einsatz gestanden.

Der Lawinenabgang war von der Leitstelle Tirol kurz vor 14.30 Uhr gemeldet worden. Er dürfte sich am rund 3.000 Meter hohen Zischgeles in der Schrankogelgruppe zugetragen haben. Neben Bergrettern standen auch Suchhunde sowie Alpinpolizisten im Einsatz.

Glimpflich endete indes ein Sucheinsatz nach dem Abgang eines Schneebretts in Serfaus (Bezirk Landeck) im dortigen Skigebiet. Gegen 13 Uhr querte eine Gruppe von bis zu sechs Variantenfahrer im freien Gelände einen Hang und löste damit eine Lawine aus. Während von ihnen selbst niemand verschüttet wurde, erreichten die Schneemassen eine Skiabfahrt. Diese war zum Zeitpunkt des Lawinenabgangs nicht gesperrt, berichteten die zuständigen Bergbahnen, weshalb sofort mit der Suche nach möglichen Verschütteten begonnen wurde.

"Rund 150 Mann waren vor Ort", sagte ein Bergretter. Die Suche wurde aber gegen 14.30 Uhr abgebrochen. Es sei niemand gefunden worden. An dem Einsatz hatten sich auch Suchhunde und zwei Hubschrauber beteiligt.

Auch südlich des Brenners in Sulden im Vinschgau konnten die Bergretter nach stundenlanger Suche nach möglicherweise einem Verschütteten den Einsatz abbrechen. "Es war niemand drunter", sagte der Suldner Bergretter Olaf Reinstadler. Rund 50 Personen, fünf Hunde und ein Helikopter waren nach einem Lawinenabgang an Ort und Stelle. Mehrere Personen hatten die Lawine ausgelöst. Nachdem diese getrennt voneinander abgefahren waren, waren sich die Betroffenen nicht sicher, ob sie noch jemanden vermissten oder nicht.

Die Lawinengefahr in war in Nord- und Osttirol am Samstag von Experten als "erheblich", der Stufe "3" auf der fünfteiligen Skala, beurteilt worden. In den Tourengebieten wurde die Situation als "heikel" bezeichnet. Die Experten verwiesen zudem auf die erforderliche Erfahrung und die Beurteilung der Lawinensituation der Variantenfahrer. Auch in Südtirol war die Lawinengefahr auf "erheblich" eingestuft worden. Aufgrund des Neuschnees herrschten "sehr heikle Bedingungen"
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