Viele Hobbygärtner nutzen den Herbst, um neue Pflanzen in die Erde zu bringen. Die kühleren Temperaturen und der feuchte Boden bieten ideale Bedingungen. Doch nicht jede Pflanze verträgt das Einsetzen vor dem Winter.
Bei vier beliebten Gartenpflanzen sollte man jetzt besser die Finger davon lassen. Wer sie im Herbst pflanzt, riskiert Frostschäden oder faulende Wurzeln. Das Frühjahr ist für sie die bessere Wahl.
Konkret handelt es sich um Herbstanemonen, Lavendel, Ziergräser und Gartenhibiskus, heißt es auf 24garten.
Herbstanemonen blühen zwar von August bis Oktober, ihre Jungpflanzen sind aber sehr empfindlich. Sie brauchen ausreichend Zeit, um Wurzeln zu schlagen und den Winter zu überstehen.
Auch Lavendel ist als Jungpflanze im Herbst besonders gefährdet. Frost schadet den frischen Trieben, während ständige Nässe im Boden die Wurzeln faulen lässt. Gartenexperten raten, mit dem Pflanzen bis Mitte April zu warten.
Bei Ziergräsern wie Pampasgras, Chinaschilf oder Lampenputzergras stellt sich das Wurzelwachstum im Herbst ein. Sie gehen in eine Ruhephase über. Eine Pflanzung bringt ihnen daher keinen Vorteil, sondern setzt sie nur unnötigem Stress durch Frost und Nässe aus.
Der Gartenhibiskus ist als ausgewachsene Pflanze zwar winterhart, in jungen Jahren aber sehr frostempfindlich. Die Triebe müssen erst eine schützende Rinde aufbauen, was einige Jahre dauert. Wird er im Herbst gepflanzt, kann schon der erste Winter zu erheblichen Schäden führen.
Wer seine Herbstanemonen dennoch jetzt setzen möchte, sollte zumindest auf guten Winterschutz aus Fichtenreisig oder Laub achten. Bei allen anderen empfiehlt sich das Warten auf das Frühjahr.