4 Wochen Haft und 13.000 Strafe für Hundebiss

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Schon im März bekam ein Hundebesitzer vier Wochen Haft auf Bewährung und 6000 Euro Strafe aufgebrummt, weil sein Rottweiler die kleine Amelie skalpierte. Dem Anwalt des Kindes war das nicht genug. Er berief gegen das Urteil, jetzt muss der Hundehalter 13.000 Euro zahlen.
. Dem Anwalt des Kindes war das nicht genug. Er berief gegen das Urteil, jetzt muss der Hundehalter 13.000 Euro zahlen.

Der Rechtsvertreter des Mädchens, Bernhard Lang, hatte insgesamt 25.000 Euro gefordert. Das Mädchen habe eine fünf mal 15 Zentimeter große Skalpierungsverletzung am Kopf erlitten, die sichtbar bleibe. Zahlreiche Operationen und eine Haut-Transplantation seien notwendig gewesen. Die schreckliche Verletzung war für den Berufungssenat auch schon allein der Grund dafür, warum die bisherige Strafe von 5000 Euro für Schmerzen und 1000 Euro für die Verunstaltung auf 10.000 Euro und 3000 Euro, also insgesamt 13.000 Euro, erhöht wurde.

Das Urteil selbst samt Strafmaß blieb unangefochten. Weder die Verteidigung noch die Staatsanwaltschaft hatten dagegen berufen.

Der Hund hatte Amelie am 6. Mai 2011 in Wals-Siezenheim (Flachgau) in den Kopf gebissen. "Avego" war vom Garten des 42-jährigen Hundehalters über einen 1,20 Meter hohen Zaun gesprungen und durch eine stellenweise zwei Meter hohe Hecke geschlüpft. So gelangte der dreijährige Rüde in den Garten der Nachbarn, wo Amelie mit ihrem Bruder spielte. Das Mädchen wurde über 30 Mal operiert. Der Vierbeiner wurde nach dem Vorfall eingeschläfert.
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