Der frühere Gang-Anführer Duane "Keffe D" Davis wurde am Dienstag in Las Vegas zu lebenslanger Haft verurteilt. Frühestens nach 40 Jahren könnte er aus dem Gefängnis entlassen werden.
Die Geschworenen waren überzeugt: Der heute 63-Jährige organisierte den tödlichen Anschlag auf den Rapper im September 1996. Die Staatsanwaltschaft warf ihm vor, den Anschlag aus Rache für einen Angriff auf seinen Neffen geplant und die Tatwaffe beschafft zu haben.
Wie Bild.de berichtet, ist Davis der bislang Einzige, der wegen des Mordes an Tupac angeklagt wurde. Bereits Ende August hatte ihn eine Jury nach nur rund drei Stunden Beratung des Mordes schuldig gesprochen.
Während Tupacs Geschwister vor Gericht unter Tränen an ihren Bruder erinnerten, soll Davis laut Berichten gegrinst haben. Tupacs Schwester Sekyiwa Shakur sagte: "Mein Bruder wurde als Ikone geboren. Er wurde als Legende geboren."
Am 7. September 1996 saß Tupac neben Musikproduzent Suge Knight in einem schwarzen BMW, als sich in Las Vegas ein weißer Cadillac näherte. Plötzlich fielen Schüsse. Vier Kugeln trafen den Rapper, zwei davon in die Brust. Sechs Tage später starb er im Krankenhaus.
Jahrzehntelang blieb der Mord ungeklärt. Doch ausgerechnet Davis selbst lieferte den Ermittlern entscheidende Hinweise. In Interviews, einer Dokumentation und seinen 2019 veröffentlichten Memoiren sprach er ausführlich über die Tatnacht.
Vor Gericht stellte seine Verteidigung die früheren Aussagen als erfundene Geschichten dar, mit denen Davis Geld verdienen wollte. Er selbst beteuerte bis zuletzt seine Unschuld. Auch nach der Verurteilung will Davis nicht aufgeben – seine Verteidigung kündigte an, Berufung einzulegen.