400 € pro Tour – Flüchtlinge mit Taxi nach Wien geführt

Die Angeklagte mit Anwältin Astrid Wagner
Die Angeklagte mit Anwältin Astrid Wagnerprivat
Eine Mietwagenfahrerin und ein verliebter Taxler sollen Menschen direkt von der Grenze nach Wien geschleppt haben. 

Eine Alleinerzieherin (45) mit rund 150.000 Euro Schulden am Hals hatte als Mietwagenfahrerin knapp 1.000 Euro im Monat verdient, ein verheirateter Türke mit zwei Kindern rund 1.600 Euro als Taxler in der Bundeshauptstadt.

Flüchtlinge per Taxi nach Wien

Der Türke soll im Jahr 2020 ein lukratives, aber illegales Angebot erhalten haben: Er wurde Anfang November 2020 von einem internationalem Schlepperring mit der Beförderung von Flüchtlingen, die gerade die Grenze überschritten hatten, betraut, sollte diese vom Burgenland nach Wien bringen.

Nach der ersten erfolgreichen Fuhre (Lohn dafür 400 Euro) stand am nächsten Tag ein größerer Transport an, der 43-Jährige kontaktierte daher seine 45-jährige Berufskollegin. Mit zwei Mietwagen aus Schwechat und Wien fuhr das Duo im Konvoi nach Lutzmannsburg (Bgld.), nahm sieben Fremde auf und wurde wenig später von der Polizei erwischt und festgenommen.

Taxler in Kollegin verliebt

Vor Gericht Ende Februar und jetzt am Freitag wurde es turbulent: Denn die Liebesbriefe des Taxlers an seine Komplizin brachten ihn am Landesgericht Eisenstadt gehörig in Verlegenheit: Denn die Gattin des 43-Jährigen saß im Verhandlungssaal.

Haft für Duo

Am Freitag wurde die von Astrid Wagner vertretene 45-Jährige zu zehn Monaten teilbedingter Haft verurteilt. Vier Monate davon muss sie absitzen - nach Anrechnung der U-Haft durfte die 45-Jährige nach ihrem Prozess nach Hause. Der von Franz Pechmann vertretene 43-Jährige fasste indes 15 Monate unbedingte Haft aus (nicht rechtskräftig).

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