41 Jahre Haft für die Pfarrhof-Bande

Der Vorsitzende des Schwurgerichtshofs, Peter Kotynski, verkündete am Donnerstag in St. Pölten das Urteil: Insgesamt 41 Jahre Haft für jene vier Rumänen, die in drei Pfarrhäuser eingedrungen waren, die Priester überwältigt und ausgeraubt hatten. Auch eine Immobilienmaklerin und ein Zeitungslieferant wurden Opfer der Bande.

Die Vorgehensweise von Iulian M. (48), Ion V. (44), Ionut V. (20) und Constantin S. (43) zeugt von besonderer Niedertracht: Im Zeitraum von Anfang 2007 bis März 2008 bettelten sie bei drei ahnungslosen Priestern in Kierling (Bez. Wien-Umgebung), Böheimkirchen (Bez. St. Pölten) und Pillichsdorf (Bez. Mistelbach), um die Pfarrhöfe für Raubzüge auszuspionieren. Mit Eisenstangen und bloßen Fäusten überwältigte die Bande dann zu einem geeigneten Zeitpunkt die Männer.

Ihr erster Raubzug galt jedoch einer Immobilienmaklerin, die sie in Linz (OÖ) in ihrem Haus zusammenschlugen und fesselten. Auch einem Zeitungslieferanten in Wels (OÖ) lauerten sie auf. Insgesamt raubten sie 113.842 Euro Bargeld sowie Schmuck und Handys. Iulian M. war der Kopf der Bande. Er soll seinen Neffen Ionut V. sogar extra aus Rumänien geholt haben, damit ihn dieser bei seinen Verbrechen unterstützt. Das Urteil ist nicht rechtskräftig.

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