42,5 Jahre Haft für 6 Pink-Panther-Räuber

Im Wiener Straflandesgericht wurde am Dienstag sechs mutmaßlichen Mitgliedern der berüchtigten "Pink Panther"-Bande der Prozess gemacht. Sie sollen in unterschiedlicher Zusammensetzung 2012 an drei Überfällen auf Wiener Juweliere beteiligt gewesen sein. Die gebürtigen Serben im Alter zwischen 28 und 33 Jahren wurden insgesamt zu 42,5 Jahren Haft verurteilt.
Im Wiener Straflandesgericht wurde am Dienstag sechs mutmaßlichen der Prozess gemacht. Sie sollen in unterschiedlicher Zusammensetzung 2012 an drei Überfällen auf Wiener Juweliere beteiligt gewesen sein. Die gebürtigen Serben im Alter zwischen 28 und 33 Jahren wurden insgesamt zu 42,5 Jahren Haft verurteilt.

Für Anführer Nikola K. (30) setzte es neuneinhalb Jahre Haft, die übrigen fünf Angeklagten fassten Freiheitsstrafen zwischen fünf und neun Jahren aus. Die Urteile sind bereits rechtskräftig.

Prozess startete erst nach Justiz-Panne

Mit einstündiger Verspätung hat der Prozess gegen die mutmaßlichen Mitglieder der berüchtigten "Pink Panther"-Bande begonnen, die im vergangenen Sommer in der Bundeshauptstadt drei Juwelier-Geschäfte überfallen haben sollen. Aus bisher ungeklärter Ursache hatte die Verständigung vom Verhandlungstermin die zuständige Stelle im Landesgerichtlichen Gefangenenhaus nicht erreicht, wo die Angeklagten seit zehn Monaten in U-Haft sitzen.

Erst ein Anruf von Richter Peter Liebetreu, der sich beim avisierten Prozessbeginn um 9.00 Uhr über die leer gebliebene Anklagebank wunderte, setzte die Vorführung in Gang. Die Männer mussten erst aus ihren Zellen gebracht werden, kurzfristig wurden Justizwachebeamte zusammengetrommelt, die sich teilweise noch umziehen mussten, um in Uniform ihrer Begleit- und Überwachungstätigkeit nachgehen zu können.

Mit Auto im Stau steckengeblieben

Die Angeklagten - allesamt gebürtige Serben im Alter zwischen 28 und 33 Jahren - sollen in unterschiedlicher Zusammensetzung an den äußerst gewinnbringenden Überfällen beteiligt gewesen sein. Drei weitere Komplizen, die an den ersten beiden Coups mitgewirkt hatten, konnten sich absetzen.

Inkriminiert sind die Überfälle auf das Geschäft "Gold Diskont" in Wien-Floridsdorf vom 12. Mai, den Juwelier "Bodrum" in Wien-Brigittenau vom 13. Juli und das Geschäft "Gold & Silber Fatih Kuyumcusu" in Wien-Brigittenau vom 18. August. Dabei fiel den Tätern laut Anklage Schmuck im Gesamtwert von 229.000 Euro in die Hände.

Nach dem letzten Coup waren zwei Räuber mit ihrem Fluchtfahrzeug im Stau stecken geblieben, worauf sie vom Einsatzkommando "Cobra" überwältigt werden konnten. Vier weitere Männer wurden wenig später in der Wohnung eines Angeklagten festgenommen.
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