46% der Österreicher wollen Flüchtlingskinder aufnehmen

Auch Tage nach der Brandkatastrophe im Flüchtlingslager Moria haben viele der Menschen dort weder Nahrung noch ein Dach über dem Kopf.
Auch Tage nach der Brandkatastrophe im Flüchtlingslager Moria haben viele der Menschen dort weder Nahrung noch ein Dach über dem Kopf.picturedesk.com/AFP/Angelos Tzortzinis
Wenn es um die Frage geht, ob Österreich Flüchtlinge aus Moria aufnehmen soll, scheiden sich die Geister: 46 Prozent sind dafür, 44 Prozent dagegen.

Soll Österreich Kinder und Jugendliche von der griechischen Insel Lesbos, also aus dem mit 12.000 Flüchtlingen überfüllten Lager Moria, aufnehmen? Die Umfrage von "Unique Research" für "Heute" (804 Befragte, maximale Schwankungsbreite +/– 3,5 Prozent, 14. bis 18. September) zeigt ein uneinheitliches Bild.

Hilfe nein

44 Prozent lehnen jegliche Aufnahme ab.

Hilfe ja

46 Prozent können sich eine Aufnahme vorstellen.

Helfen, aber richtig

Wer sich für eine Aufnahme stark macht, denkt gleich in größerem Rahmen. 6 Prozent würden bis zu 25 Menschen aufnehmen. 10 Prozent bis zu 50, 11 Prozent bis zu 100, aber gleich 19 Prozent mehr als 100 Flüchtlinge.

Blaues Veto

Die Ablehnung ist unter FPÖ-Wählern mit 78 Prozent am höchsten. Auch die Mehrheit der ÖVP-Wähler (55 Prozent) ist dagegen.

Rote Skepsis

Überraschend ist, dass 27 Prozent, und damit mehr als ein Viertel der SPÖ-Wähler, ebenfalls gegen eine Aufnahme sind. Auch 26 Prozent der Neos-Wähler lehnen das ab, nur 9 Prozent der Grün-Wähler sind dagegen.

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