Der Steirer hatte im November 2022 mit einem gemieteten Mercedes-AMG C 63 richtig Gas gegeben. Leider hatte er nicht nur Treibstoff, sondern auch Alkohol getankt. In einem Kreisverkehr geriet er mit der 476-PS-Karosse ins Schleudern und prallte frontal gegen einen Baum.
Rund eine halbe Stunde war die Feuerwehr damit beschäftigt, den Lenker und seinen Beifahrer, einen Arbeitskollegen, aus dem demolierten Auto zu befreien. "Es tut mir wahnsinnig leid, was ich meinem Kollegen angetan habe. Ich würde es gerne rückgängig machen", so der 24-Jährige laut "Kleiner Zeitung" nun vor Gericht in Graz.
Denn der Kollege lag wochenlang mit schweren Kopfverletzungen auf der Intensivstation, wurde erst im April aus dem Spital entlassen. Er ist nun ein Pflegefall, geistig und körperlich schwer mitgenommen und kann nicht einvernommen werden. Es werde für ihn noch ein "sehr, sehr, sehr langer Weg", so sein Anwalt.
Der 24-jährige Fahrer hat an den Unfall keine Erinnerung mehr. Vor Gericht bekannte er sich der schweren Körperverletzung schuldig. Auf das Leihauto mit Kufsteiner Kennzeichen hatte er die Nummerntafeln seiner Mutter montiert. "Wollten Sie, dass man glaubt, das Auto gehört Ihnen?", fragt der Richter. "Ich weiß es nicht", so der Angeklagte.
Fünf Monate Haft verhängt der Richter für schwere Körperverletzung unter besonders gefährlichen Verhältnissen. Den Strafantritt kann der Mann bis nach seiner Reha aufschieben – auch er leidet unter schweren körperlichen und psychischen Folgen, weshalb seine Mutter als Erwachsenenvertreterin bestimmt wurde.