48 Flüchtlinge ziehen in ÖJAB-Haus in Greifenstein

48 unbegleitete Minderjährige ziehen bis Ende Oktober als Bewohner in Greifenstein im Bezirk Tulln ein. Für sie ist Eigenverantwortung im Quartier gefragt.

In Greifenstein in der Gemeinde St. Andrä-Wördern (Bezirk Tulln) ist am Dienstag das ÖJAB-Haus wiedereröffnet worden, in das bis Monatsende 48 unbegleitete minderjährige Fremde einziehen werden. Landesrat Gottfried Waldhäusl (FPÖ) bezeichnete das Quartier als "Pilotprojekt, das zum Vorzeigeprojekt für Integration mit Hausverstand werden soll".

Am Dienstag zählte das im Sommer renovierte ÖJAB-Haus 19 Bewohner, am Mittwoch werden es bereits 29 sein, sagte Waldhäusl. Mehr als 90 Prozent der letztlich 48 jungen Menschen in Greifenstein seien "in der Schule" oder stünden "in der Lehre".

"Integration ist die größte Herausforderung"

Der Landesrat bezeichnete es als Anliegen, die Mischung aus Sonderbetreuungsfällen, unbegleiteten Minderjährigen und "normalen" Asylwerbern zu entflechten. "Integration ist die größte Herausforderung", fügte er hinzu.

Die Bewohner des ÖJAB-Hauses sollen sich auch bei handwerklichen und praktischen Tätigkeiten einbringen und somit ein gewisses Maß an Eigenverantwortung für ihre Unterbringung übernehmen. Nicht zuletzt verwies Waldhäusl auf ein Sicherheitskonzept, das in Zusammenarbeit mit dem Bezirkspolizeikommando erstellt worden sei.

Landesrätin Christiane Teschl-Hofmeister (ÖVP) betonte, dass sie die Idee der Selbstverantwortung begrüße und mittrage. Dabei handle es sich um einen wichtigen Input.

Die stellvertretende ÖJAB-Geschäftsführerin Petra Heidler erinnerte daran, dass etwa 40 Jugendliche schon bei den Umbauarbeiten ab Mitte Juli mitgeholfen hätten. Das Haus in Greifenstein, das bereits seit 1956 Flüchtlinge aufnimmt, sei "stark renovierungsbedürftig" gewesen. (red)

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