5.000-Dollar-Kopfgeld auf fast ausgestorbenen Vogel ausgesetzt

In Neuseeland soll nun mit einem Kopfgeld von umgerechnet mehreren tausend Euro ein möglicherweise doch nicht ausgestorbener Vogel gefunden werden.
Das berichtet "orf.at".

Ein Verein hat ein Preisgeld von 5.000 Neuseeland-Dollar für die Sichtung eines Südinsel-Kokakos ausgelobt. Das sind umgerechnet rund 3.400 Euro. Der Vogel mit seinen charakteristischen orangefarbenen Lappen unter der Kehle kam früher in den Wäldern von Neuseelands Südinsel vor. Aber nur dort.

Der Kokako gilt als ausgestorben. Nun hofft man, einige Exemplare zu finden. Auf der Nordinsel gibt es den Kokako noch, dort unterscheidet er sich von seinem südländischen Kollegen mit der Farbe des Kehllappens: Im Norden ist er nämlich blau.

Der Vorsitzende der wohltätigen South-Island-Kokako-Stiftung, Euan Kennedy, sagte in Christchurch: "Wenn es den Südinsel-Kokako noch gibt, sind nur noch sehr wenige Vögel übrig. Wir müssen sie so schnell wie möglich ausfindig machen."

Für die Suche gibt es einen Steckbrief: "Wanted. Preferably alive" (Überstzung: "Gesucht. Am liebsten lebendig"). Fotos von lebenden Südinsel-Kokakos gibt es bislang nicht.

Die 5.000 Dollar werden nur dann ausgezahlt, wenn sich ein Expertengremium aus Vogelforschern einig ist, dass tatsächlich der Beweis für die Existenz des Südinsel-Kokako erbracht ist. Auf Deutsch heißt der Kokako auch "Lappenkrähe". Er ist etwas kleiner als eine Taube.
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