5.500 Österreicher seit 2012 erstmals Millionäre

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2012 war für "Reiche" ein gutes Jahr. Die Zahl der österreichischen Millionäre ist im Vorjahr um 5.500 Personen bzw. 10 Prozent auf 77.600 gestiegen. Trotz Finanzkrise konnten sie einen Rekordgewinn von 22 Mrd. Euro einstreifen, ebenfalls ein Plus von 10 Prozent. Sie besitzen jetzt 245 Mrd. Euro.

2012 war für "Reiche" ein gutes Jahr. Die Zahl der österreichischen Millionäre ist im Vorjahr um 5.500 Personen bzw. 10 Prozent auf 77.600 gestiegen. Trotz Finanzkrise konnten sie einen Rekordgewinn von 22 Mrd. Euro einstreifen, ebenfalls ein Plus von 10 Prozent. Sie besitzen jetzt 245 Mrd. Euro.

Durchschnittlich besitzt jeder österreichische Millionär 3,15 Mio. Euro. Die Superreichen werden mit großem Abstand von der Familie Porsche/Piech angeführt. Sie kommt auf 40,9 Mrd. Euro. Dies geht aus dem jüngsten Vermögensreport des Liechtensteiner Investmenthauses Valluga AG hervor. "Dieses Rekordergebnis ist vor allem den boomenden Kapitalmärkten und dem starken Immobilienmarkt zu verdanken", so die Studienautoren. Berücksichtigt wird nur das Finanzvermögen ohne eigengenutzte Immobilien.

Die meisten heimischen Millionäre leben - wenig überraschend - in der Bundeshauptstadt Wien, wo ihre Zahl im Vorjahr um 9 Prozent auf 19.500 zugelegt hat. Danach folgen Niederösterreich mit 17.200, Oberösterreich mit 12.500 und die Steiermark mit 9.600 Millionären. Schlusslicht ist das Burgenland mit "nur" 1.700 Millionären. Etwas mehr sind es in Vorarlberg mit 3.000, Kärnten mit 4.300 und Tirol mit 4.400 sowie Salzburg mit 5.400.

1.130 Millionäre pro 100.000 Einwohner

Die größte Millionärsdichte weist Wien mit 1.130 Millionären pro 100.000 Einwohner auf, gefolgt von Niederösterreich und Salzburg. Auch hier ist das Burgenland Schlusslicht, mit 590 Millionären je 100.000 Einwohner. Österreichs Millionäre besitzen mehr als ein Drittel des gesamten privaten Finanzvermögens (33,4 Prozent). Die reichsten 10 Prozent besitzen knapp zwei Drittel.

Die Top-10 der Superreichen steigerten ihr Vermögen um 6,6 Mrd. auf 74,9 Mrd. Euro (+10 Prozent). Sie werden von den Familien Porsche und Piech (40,9 Mrd. Euro) angeführt, der reichsten Familie im deutschsprachigen Raum. Dietrich Mateschitz konnte im Vorjahr sein Vermögen um 1,4 Mrd. Euro auf 7,5 Mrd. Euro steigern. An dritter Stelle die Familie Flick mit 6,3 Mrd. Euro. Auf den weiteren Plätzen folgen Novomatic-Chef Johann Graf (4,5 Mrd. Euro), Immobilientycoon Karl Wlaschek (4,2 Mrd. Euro), Heidemarie Horten (3,2 Mrd.) die Familie Swarowski (2,6 Mrd.), Neueinsteiger Wolfgang Leitner (2,0 Mrd.), Frank Stronach (1,9 Mrd.) und die Geschwister Patricia, Emil Alexander und Marie-Rose Kahane (1,8 Mrd. Euro).

Vermögen wächst schneller als die Wirtschaft  

Laut Studie vermehren sich die Vermögen jährlich im Schnitt um 8 bis 10 Prozent, und damit drei- bis viermal schneller als die Gesamtwirtschaft wächst. In der gesamten deutschsprachigen Region - Deutschland, Österreich, Schweiz - ist die Zahl der Millionäre 2012 ebenfalls deutlich auf 1,13 Millionen Personen gestiegen. Das sind um 7,6 Prozent oder 80.000 Personen mehr als im Jahr zuvor.

Als Turbo für die Vermögen der Millionäre erwies sich im Jahr 2012 die starke Performance der Weltbörsen. Die Kapitalisierung der Börsen erhöhte sich nach dem schwachen Vorjahr um beachtliche 7.150 Mrd. Dollar (+15,1 Prozent). Die Börse Wien baute ihre Kapitalisierung mit 26 Prozent sogar noch deutlich stärker aus. Die reale Volkswirtschaft konnte mit diesen Rekordwerten nicht mithalten. Das preisbereinigte BIP expandierte lediglich um schwache 0,8 Prozent, so die Studienautoren.

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